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Kärntner/slowenischer Film als Appell gegen den Krieg

11.09.2014
LH Kaiser bei Premiere von „Die Wälder sind noch grün“ in Wien – Kärntner als Produzent und Schauspieler – Bewusstseinsbildung für Frieden, Demokratie und Solidarität darf nie enden
Erster Weltkrieg: Infernalische Schlachten, Millionen Gefallene, Verwundete, Vermisste, massive Zerstörungen, leidende und hungernde Zivilbevölkerungen, Traumatisierungen – und schließlich Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, die in den Zweiten Weltkrieg mündete. „Heuer ist es hundert Jahre her, dass dieser Krieg mitten in Europa begann. Es darf aber nie vergessen werden, was er Schreckliches verursachte und auslöste“, betont Landeshauptmann Peter Kaiser. Er besuchte gestern, Mittwoch, in Wien die Premiere von „Die Wälder sind noch grün“, einem Film mit starker Kärntner Beteiligung. Produziert wurde der Film vom gebürtigen Klagenfurter Robert Hofferer, die Hauptrolle spielt der Ludmannsdorfer Michael Kristof.

Kaiser gratulierte Hofferer und Kristof in einem persönlichen Gespräch zum Film, der in der Filmmetropole Cannes präsentiert wurde, seine Weltpremiere am Shanghai International Film Festival hatte und vom „The Hollywoodreporter“ hoch gelobt wurde. „Ihr zeigt, wie vielfältig Kärntens Talente sind. Mit eurem Engagement und diesem Film macht ihr positiv auf Kärnten aufmerksam“, betonte Kaiser. Der Landeshauptmann zeigte sich vom Film tief betroffen und beeindruckt, gerade deshalb, weil er den Krieg beschreibe, ohne ihn direkt zu zeigen. Ort des Geschehens ist nämlich ein isolierter Artilleriebeobachtungsposten inmitten der Julischen Alpen. Erzählt werden die erschütternden Erlebnisse zweier Soldaten, die nur durch ein Feldtelefon mit den eigenen Truppen verbunden sind.

„Die Wälder sind noch grün ist ein filmischer Appell gegen den Krieg“, zitiert Kaiser „The Hollywoodreporter“. „Es ist wichtig, dass vor allem auch bei jungen Menschen die Bewusstseinsbildung für Frieden, Demokratie und Solidarität nie endet“, betont er auch als Bildungsreferent.

Gerade das heurige Gedenkjahr zeige uns, verbunden mit dem Blick auf die Soldatenfriedhöfe, wie wichtig und alternativlos die Europäische Union für Frieden und solidarischen Zusammenhalt sei. „Dort, wo vor 100 Jahren blutige Fronten verliefen – wie auch jene zwischen Österreich-Ungarn und Italien, an welcher der Film spielt – bestehen heute engste Partnerschaften. Grenzen, die uns einst voneinander getrennt haben, sind heute Verbindungen“, weist Kaiser als EU-Referent auf die vielfältigen Kooperationen beispielsweise im Rahmen der Euregio „Senza Confini“ oder der Alpen-Adria-Allianz hin.

Niemals die Augen verschließen dürfe man vor den zahlreichen aktuellen Kriegen und Konflikten und ihren furchtbaren Auswirkungen auf die Menschen. In diesem Zusammenhang appellierte Kaiser neuerlich für eine solidarische gesamteuropäische Lösung in der höchst sensiblen Frage der Flüchtlingsbetreuung.

„Die Wälder sind noch grün“ läuft ab Freitag, 12. September, im Klagenfurter Wulfenia-Kino und im Stadtkino Villach. Gedreht wurde er in Slowenien an Originalschauplätzen wie dem Berg Mangart, der Festung Flitscher Klause, der Schlucht Lski Vintgar oder der Burg Grad Strmol. Regie führte der Slowene Marko Nabersnik, der zusammen mit Produzent Robert Hofferer das Drehbuch schrieb. Michael Kristof spielt den Kärntner Handwerkssohn und Soldaten Jakob Lindner.

Infos unter: www.die-waelder.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser