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Gratis HPV-Impfungen nun auch in Schulen

12.09.2014
Gesundheitsreferentin Prettner: Als eines der ersten Bundesländer hat Kärnten kostenlose HPV-Impfung vorangetrieben – Nun folgt mit Gratis-Impfaktion in Schulen nächster Schritt
Im Rahmen des Kinder-Impfprogrammes ermöglicht das Land Kärnten in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit seit 18. Februar 2014 in allen Gesundheitsämtern des Landes die kostenlose HPV-Impfung. Geimpft werden können Kinder vom neunten bis zum zwölften Lebensjahr in zwei Teilimpfungen. Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr erhalten die Impfung zum besonders günstigen Selbstkostenpreis von 50 Euro in drei Teilabschnitten. Mit Beginn des heurigen Schuljahres wird die Schutzimpfung für alle Viertklässler auch von Schulärzten direkt in den Volksschulen durchgeführt.

„Als Gesundheitsreferentin des Landes Kärnten und Mutter, bin ich glücklich, dass die HPV-Gesundheitsprävention für die jüngsten Kärntnerinnen und Kärntner gratis und seit diesem Schuljahr auch im Rahmen der Schulimpfaktion flächendeckend angeboten wird. Jede Erkrankung ist eine zu viel. Die Häufigkeit der genannten Karzinome soll mit der HPV-Impfung um bis zu 80 Prozent zurückgehen, auch operative Eingriffe bei Vorstufen zum Gebärmutterhalskrebs sollen rund 50 Prozent weniger werden.“

Prettner richtete auch einen Appell an die Eltern. „Am effektivsten ist die HPV-Impfung vor der ersten sexuellen Aktivität. Da einerseits die Immunantwort bei jungen Menschen am höchsten ist, anderseits auch eine bereits stattgefundene HPV-Infektion seltener vorliegt. Hier liegt die Verantwortung auch bei den Eltern, einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Kinder beizutragen.“

Humane Papillomaviren - HPV beinhaltet einen Wirkstoff, der gegen Gebärmutterhalskarzinome, aber auch Scheiden-, Penis- oder Mundhöhlenkarzinome präventiv wirkt. Um die Infektionskette effektiv durchbrechen zu können, wird die Impfung sowohl für Mädchen als auch für Buben empfohlen, da HPV von beiden Geschlechtern übertragen werden kann.

Kärnten hatte bei der Forderung nach einer Gratis-HPV-Impfung eine Vorreiterrolle. Bereits im Jahr 2007 haben der damalige Kärntner Gesundheitsreferent LR Wolfgang Schantl und LHStv.in Gaby Schaunig Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky aufgefordert, im Interesse der Gesundheit aller Frauen, eine österreichweite Lösung für eine Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs schnellstmöglich auszuarbeiten.

(I N F O: Informationen sowie alle Impfempfehlungen finden Sie auf www.ktn.gv.at sowie auf www.bmg.gv.at)


Rückfragenhinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Germann/Sternig