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Ärztlicher Bereitschaftsdienst Neu – 141 als zentrale Rufnummer

16.09.2014
LHStv.in Prettner: Partnerschaftliches Modell gewährleistet Erreichbarkeit bei medizinischen Anfragen außerhalb der Ordinationszeit
Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, Rot-Kreuz Präsident Peter Ambrozy, Ärztekammer Präsident Josef Huber und KGKK Direktor Johann Lintner präsentierten heute, Dienstag, das neue Modell für den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Kärnten.

„Unter der leicht zu merkenden Nummer 141 werden Anrufe aus ganz Kärnten künftig in der Leitstelle des Roten Kreuzes außerhalb der Ordinationszeiten entgegen genommen. Medizinische Anfragen werden an einen diensthabenden Telefonarzt weiter geleitet, der dann die Beratung fortführt oder bei Bedarf einen der diensthabenden Kollegen zur Visite direkt zu den Patientinnen und Patienten vor Ort schickt“, stellte Prettner das neue Modell vor.

Neu ist die von der Ärztekammer durchgeführte Einteilung in 36 Sprengel sowie die Tatsache, dass nicht nur niedergelassene Ärztinnen und Ärzte diesen Bereitschaftsdienst versehen können, sondern auch angestellte bzw. Wahl- und Spitalsärztinnen und –ärzte. Der Vorgabe des Landes, eine kostenneutrale Neuregelung auf die Beine zu stellen, konnte ebenso entsprochen werden, wie der Prämisse der Ärztekammer, eine Entlastung der dienstversehenden Ärztinnen und Ärzte herbeizuführen. „Durch die kompetente Beratung des Telefonarztes erwarten wir uns eine Erleichterung für die diensthabenden Sprengelärzte, indem medizinische Auskünfte bereits telefonisch abgearbeitet werden und nicht mit einer Vor-Ort-Visite verbunden werden müssen“, so Huber.

Wesentlich sei auch, dass in der Rot-Kreuz-Leitstelle unter der Nummer 141, wenn ein tatsächlicher Notfall einlangt, der einen Anruf unter der Nummer 144 erfordert hätte, automatisch die Rettungskette in Gang gesetzt wird, ergänzte Ambrozy. „Durch die jetzt zu implementierenden technischen Details wird künftig auch die Sprengelbesetzung durch das Rote-Kreuz organisiert werden“, so der Rot-Kreuz-Präsident.

Als wesentliche Bereicherung des bestehenden Systems wertet auch Lintner den Telefonarzt, da mit ihm eine Erstanlaufstelle für medizinische Anfragen geschaffen werden konnte. Zudem wurde auch der Freitagnachmittag zusätzlich in den Bereitschaftsdienst mit aufgenommen.

Versehen wird der Dienst des Telefonarztes von zu Hause aus, über eine Web-Oberfläche werden einlangende Anfragen erfasst und die weiteren Informations- bzw. Behandlungsleistungen dokumentiert. „Mit dem partnerschaftlich erarbeiteten Modell konnte der ärztliche Bereitschaftsdienst für die Zukunft sichergestellt werden, nach rund einem Jahr soll eine Evaluierung des neuen Systems erfolgen“, gab Prettner bekannt. Spätestens am 1.1.2015 soll das neue System flächendeckend in Kraft sein, bis dahin soll das alte Modell aufrecht erhalten bleiben.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner