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Patent- und Markenschutz als Wettbewerbsvorteil

18.09.2014
LH Kaiser bei Veranstaltung forum invent bei Infineon Technologies Austria in Villach
Welchen Wettbewerbsvorteil bietet der Patentschutz? Wie kann geistiges Eigentum geschützt werden? Was bedeuten die Veränderungen im Patentwesen für die Zukunft eines Unternehmens? Alle Antworten zum Thema Patent- und Markenschutz gab es heute, Donnerstag, beim forum invent bei Infineon Technologies Austria in Villach anhand von Vorträgen von Experten mit Beispielen aus der Praxis.

„Das Patent, das heute im Mittelpunkt steht, ist von unschätzbarem Wert“, sagte Landeshauptmann Peter Kaiser und verwies auf die Kärntner Landesregierung, die mit ihrer Dreierkoalition auch eine Konstellation habe, die einzigartig sei. „Die Arbeit der ersten Regierungs-Dreierkoalition in der zweiten Republik bringt große Vorteile da sie Kräfte bündelt und ein gemeinsames Arbeiten für das Land ermöglicht.“ Kaiser verwies auf die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, die an jeder sechsten Regierungssitzung teilnehmen würden. „Es gibt eine enge Vernetzung ohne, dass jemand seine Standpunkte aufgeben muss.“

Die Landesregierung habe sich Bildung und Ausbildung als großen Schwerpunkt vorgenommen. So sollen laut Regierungsprogramm keine Schülerin und kein Schüler ohne Schulabschluss bleiben. Das Land sei sehr aktiv bei Projekten zur Bildung und Ausbildung. So werde ein wichtiger Impuls gegen Arbeitslosigkeit, für die Jugend und damit für die Zukunft gesetzt, betonte Kaiser. Kärnten kämpfe aktiv gegen das negative Triple-A - Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Armut und setze dagegen auf das positive Triple I, nämlich auf Innovation, Internationalität und Investition. „Mit den international erfolgreichen Leitbetrieben unseres Landes wie Infineon wird dieses Credo Kärntens im internationalen Wettbewerb forciert“, so Kaiser. Der Landeshauptmann betonte, dass Kärnten gemäß seiner geographischen Lage grenzüberschreitende und europäische Bemühungen in den Mittelpunkt stelle. Dabei erwähnte er insbesondere die Euregio und die Alpen-Adria-Allianz.

„Für uns ist gerade dieses Thema sehr wichtig, denn geistiges Eigentum ist eine Art Währung und Grundlage unserer Tätigkeit“, sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG.

Gabriele Ambros, Präsidentin Forschung Austria und Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, lobte Infineon als großartiges, erfolgreiches Unternehmen. „Was Infineon geschafft hat, ist nicht selbstverständlich, aber Sie haben einen Landeshauptmann, auf den sie sich verlassen können“, so Ambros zu Herlitschka.

„Innovation ist eine Frage des Tuns“, meinte der Großindustrielle Hannes Androsch. Es beginne im Vorschulalter, wo Neugierde geweckt werden soll. „Diese soll dann in der Schule erhalten und nicht abgetötet werden“, so Androsch. In Österreich gebe es am Bildungssektor nicht geringen Reformbedarf. „Dort zu sparen wäre geizig und das wäre liederlich und außerdem eine Todsünde“, warnte der Großunternehmer.

Referate hielten Simon Grasser (CTR Carinthian Tech Research) zum Thema Patentgenerierung und -verwertung in kooperativen Forschungsprojekten, Klaus Pseiner (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) zum Thema Förderung von Erfindungen durch die FFG. Rainer Wokatsch (Österreichischer Innovatoren-, Patentinhaber- & Erfinderverband) sprach von der Idee zum erfolgreichen Produkt – Verwertung von Erfindung, Richard Flammer (Europäisches Patentamt) über Veränderungen und Vorteile des Europäischen Patents. Von Karin Schaupp (Rat für Forschung und Technologieentwicklung) gab es Informationen zur Relevanz von Forschung und Technologieentwicklung für den Wirtschaftsstandort und Hannes Burger (Anwälte Burger & Partner Rechtsanwalt GmbH) informierte über die rechtliche Beratung zum Patent- und Markenschutz. Moderiert wurde die Veranstaltung von Invent-Chefredakteur Stefan Zwickl.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig 
Foto: LPD/Höher