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Kooperation Land Kärnten - Region Swerdlowsk wird intensiviert

25.09.2014
LH Kaiser und LR Benger: Klares Ja zu konkreter Zusammenarbeit - Viele gemeinsame Chancen – Delegation aus Swerdlowsk bei CEE-Wirtschaftsforum in Velden
Die Kooperation zwischen der Region Swerdlowsk und dem Land Kärnten wird ausgebaut. Dazu bekannten sich Landeshauptmann Peter Kaiser, Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Christian Benger und der Gouverneur von Swerdlowsk, Jewgeni Kuiwaschew, im Rahmen des CEE-Wirtschaftsforums Velden, das heute, Donnerstag, und morgen im Casineum Velden über die Bühne geht.

Der Landeshauptmann an der Spitze der Kärntner Delegation und Gouverneur Kuiwaschew, der eine starke Delegation aus Swerdlowsk anführte, betonten die großen Chancen und Potentiale einer Zusammenarbeit, die insbesondere in den Bereichen IT, Holz- und Metallverarbeitung aber auch in den Bereichen Bildung, Medizin und Tourismus konkretisiert werden soll.

Kaiser sagte, dass man nun auf Regierungsebene eine Vereinbarung für ein Treffen vorbereiten werden. Mit Swerdlowsk gibt es seitens des Landes bereits eine Partnerschaft seit 2007. Nun sollen konkrete Programme auf jeweils zwei Jahre abgestimmt umgesetzt werden. Kaiser und Benger wiesen auf die wichtige Rolle Kärntens als Drehscheibe nach Südost- und Osteuropa sowie auch im Alpen-Adria-Raum hin, die man verstärken wolle. Kaiser erwähnte die Alpen-Adria-Allianz, die Euregio sowie die hervorragende Gesundheitsversorgung und Kärntens Bildungslandschaft.

Benger stellte Kärnten als Wirtschafts- und Tourismusland näher vor und ging auf seine Stärken, von den erneuerbaren Energien über die Holzverarbeitung bis zum Mikroelektronikcluster, näher ein. Betont wurde die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Vernetzung. Kaiser sagte, dass es wichtig sei, gerade in einer schwierigen Zeit, die wirtschaftlichen und menschlichen Verbindungen aufrechtzuerhalten und zu pflegen.

Der Landeshauptmann und die Vertreter von Kärntner Unternehmen wurden herzlich eingeladen, nach Swerdlowk zu kommen, und zur dortigen Messe zu kommen. Der Landeshauptmann sagte, dass die Einladung zum Besuch sehr gerne angenommen werde, sofern es möglich sei. Der Besuch solle nachhaltigen Kooperationen starten bzw. mit Projekten begleitet sein. Unter anderem könnten auch Projekte im telemedizinischen Bereich bzw. eine Kooperation mit der Kabeg initiiert werden.
Seitens der Kärntner Delegation sprach sich auch Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl für eine Intensivierung der Kontakte mit Swerdlowsk aus. Kärnten habe eine Milliarde Exportüberschuss, nach Russland würde das Exportvolumen 93 Mio. Euro ausmachen.

Gouverneur Kuiwaschew bezeichnete die Region Swerdlowsk als Industrieherz Russlands. Man bemühe sich sehr um Investitionen, Technik- und Industrieparks und biete dazu auch viele Anreize, wie steuerliche Vorteile. Kärnten und Swerdlowsk hätten auch viel Ähnlichkeit bezüglich der wirtschaftlichen Strukturen. Man wünsche sich Kärntner Know-how auch im medizinisch-pharmazeutischen Sektor seien Kooperationen möglich.

An dem konstruktiven Gespräch nahmen unter anderem auch der Honorarkonsul Österreichs in Jekaterinburg, Andrey Kozitsyn sowie Alexander Petrow, Abgeordneter der Staatsduma teil. Von Kärntner Seite waren neben WK-Präsident Mandl u.a. der AR-Vorsitzender der Landesholding Gilbert Isep, Landesholding-Vorstand Ulrich Zafoschnig, Sabrina Schütz-Oberländer (Entwicklungsagentur) und Vizerektor der Fachhochschule Kärnten, Peter Granig, vertreten.

Zur Eröffnung der CEE betonten Kaiser und Benger die Bedeutung des CEE-Wirtschaftsforums, bei dem sich jährlich hochkarätige Experten und Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Beratung und Wissenschaft sowie Medien zum aktiven Meinungsaustausch sowie für Kontakt-, Kooperations- und Geschäftsanbahnungen teffen. Seit 2006 haben bereits über 1.500 Personen in Velden teilgenommen. Diesmal wird ein Schwerpunkt auf Swerdlowsk und Rumänien gelegt. Der Landeshauptmann dankte allen Beteiligten für dieses Forum, insbesondere Mitinitiator Walter Prutej. Diese Plattform sei nicht nur ein Expertenforum, sondern auch eine Begegnungsstätte und bilde ein wichtiges Verbindungsglied insbesondere in schwierigen Zeiten. Kärnten sei eine wichtige Drehscheibe und setze auf Internationalität und Interregionalität, so Kaiser.

Landesrat Benger strich Kärnten als attraktiven und exportstarken Wirtschaftsstandort hervor. So hätten im ersten Halbjahr schon an die 130 Firmen Interesse an einer Ansiedlung bekundet.
Der Gouverneur von Swerdlowsk, Jewgeni Kuiwaschew, lobte Kärnten und dankte insbesondere dem Land, dem Landeshauptmann und der Wirtschaftskammer. „Kärnten ist eine ideale Plattform zwischen Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Wir wollen die Zusammenarbeit ausweiten“, unterstrich er.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: LPD/fritzpress