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10 Jahre Krisenintervention in Kärnten

28.09.2014
LHStv.in Prettner: Kärntner Lorbeer für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Würdigung ihrer Leistungen
Gestern, Samstag, gab es im großen Saal der Arbeiterkammer Kärnten in Klagenfurt besonderen Anlass, Resümee zu ziehen. Das Rote Kreuz Kärnten feierte das zehnjährige Jubiläum des Kriseninterventionsdienstes. Im Zuge der Feierlichkeiten überreichte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner stellvertretend für das Land Kärnten auch den Kärntner Lorbeer an zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams als besondere Ehrung und Anerkennung ihrer täglichen Leistungen. „Sich selbstlos für andere einzusetzen und in schweren Zeiten beizustehen, ist ein wertvoller Beitrag, der nicht nur zum Entschleunigen unserer schnelllebigen Gesellschaft beiträgt, sondern vor allem auch sicherstellt, dass in unserer solidarischen Gemeinschaft die Schwächeren nicht unter die Räder der Stärkeren kommen, sondern von diesen durch etwaige Tiefen getragen und gestützt werden“, würdigte Prettner die anspruchsvolle Tätigkeit des Kriseninterventionsteams.

Im August 2004 wurde die Krisenintervention vom Land Kärnten übernommen und wird seitdem vom Roten Kreuz durchgeführt. Sukzessive wurden die einzelnen Bezirke des Landes eingebunden und heute ist dieser Dienst aus der Rot Kreuz-Arbeit nicht mehr wegzudenken. Krisenintervention bietet Unterstützung und psychosoziale Betreuung für Personen nach traumatischen Ereignissen. Der Einsatz von Kriseninterventionsteams erfolgt unmittelbar nach dem Ereignis in der Akutphase, also noch mitten im Einsatzgeschehen, und versteht sich als Krisenintervention und nicht als Therapie. Sofortiger Beginn der Betreuung ist wesentlich für die Reduktion der Wahrscheinlichkeit langanhaltender eigener Probleme, die über den tragischen Verlust hinausgehen.

„Als Ärztin weiß ich, dass man speziell bei der Krisenintervention oft an seine eigenen Grenzen geht, bzw. diese manchmal sogar überschreiten muss, um anderen bedürfnisorientiert Halt geben zu können. Dass das Team des Roten Kreuzes dies mit höchster Professionalität betreibt, ist wohl unumstritten“, so Prettner. „Der Einsatz besteht meist nicht nur aus einem Betreuungsgespräch. Oft genug muss erst einmal eine Struktur geschaffen werden, die es ermöglicht zu helfen“, erklärte Rot Kreuz-Präsident Peter Ambrozy. Die Ziele der Betreuung liegen in der Wiedergewinnung der Handlungsfähigkeit traumatisierter Menschen, Begleitung bei der Bewältigung dieser traumatischen Situation und Unterstützung des Trauerprozesses. Über 11.000 Personen galt es bereits zu betreuen, was die enorme Wichtigkeit dieses Dienstes noch zusätzlich unterstreicht.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner