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AVS startet Programm für alkoholsuchtgefährdete Frauen in Villach

02.10.2014
LHStv.in Prettner: Suchtverhalten als ernstzunehmendes Krankheitsbild begreifen und mit Unterstützung zurück in ein gesundes Leben starten
Steigende Erwartungshaltungen, psychischer Druck, Stressfaktoren unterschiedlichster Art, Zukunftsängste oder familiäre Probleme. So unterschiedlich die Auslöser einer Alkoholkrankheit bei Frauen sein können, so maßgeschneidert müssen auch die Lösungs- und Ausstiegsszenarien gestaltet werden. Dieser Aufgabe stellt sich die AVS-Psychosozialer Dienst ab 6. Oktober 2014, indem am Standort Villach eine Gruppe speziell für Frauen zum Thema Alkohol installiert wird.

„Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass gerade Frauen eine Alkoholkrankheit als großes Tabuthema behandeln und vielfach aus falschen Scham- und Schuldgefühlen davor zurückschrecken, sich fachgerechte Unterstützung zu holen. Das Angebot der AVS ist aus diesem Blickwinkel eine wichtige Ergänzung zu den bereits bestehenden Leistungen in Kärnten, da Frauen unter sich im geschützten Rahmen offen über bestehende Problematiken reden können und professionelle Unterstützung bekommen“, unterstrich heute, Donnerstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner die Wichtigkeit der neuen Initiative.

Das Angebot der AVS beginnt am kommenden Montag, 6. Oktober 2014, die Gruppe speziell für Frauen trifft sich vierzehntägig jeweils am Montag von 18:30 bis 20:30 Uhr in den Räumlichkeiten der AVS in der Meister-Friedrich-Straße 3 in Villach. Geleitet wird die Gruppe von Helga Steiner (Kontakt: 0699/11227940). Weitere Ansprechpartnerinnen sind Ingrid Korner-Kattnigg von der AVS (Kontakt: 0664/8327929) und Renate Clemens-Marinschek vom Krankenhaus de La Tour (Kontakt: 04248/2557).

Mit dem neuen Angebot sollen die Teilnehmerinnen unterstützt und gestärkt werden, sich neue Kraft holen, Ressourcen (wieder-)entdecken und Verhaltensmuster erkennen lernen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Suchtverhalten muss als ernstzunehmendes Krankheitsbild begriffen werden und ich kann betroffenen Frauen nur raten, sich entsprechend beraten zu lassen, um jene Hilfestellungen zu erhalten, die für einen Weg zurück in ein gesundes Leben benötigt werden“, betonte Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger