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10. Oktober 1 – Land Kärnten feierte traditionell und mit Blick in die Zukunft

10.10.2014
LH Kaiser: Ich glaube an dieses Land, an seine Menschen und Jugend – Kärnten gestaltet seine Zukunft in intensiver Zusammenarbeit mit den Nachbarn
„Spuren der Heimat – Visionen von Heimat“ – unter diesem Motto stand heute, Freitag, die offizielle Gedenkfeier des Landes Kärnten anlässlich des Tages der Kärntner Volksabstimmung. Sie verband dem Motto gemäß Traditionelles mit dem Blick in die Zukunft. Nach der Feier beim Ehrenmal auf dem Soldatenfriedhof in Klagenfurt-Annabichl versammelte man sich im Klagenfurter Landhaushof. Dort präsentierten auch die drei Gewinnerinnen des Fotowettbewerbs zum 10. Oktober ihre Werke mit einem Perspektivenwechsel.

Der Landeshauptmann gedachte bei seinen Reden in Annabichl und im Landhaushof der insgesamt über 400 Toten des Abwehrkampfes, von denen 280 auf österreichischer Seite fielen. Sie seien für ihre Vision eines freien, demokratischen und ungeteilten Kärntens gestorben. Die Volksabstimmung sei eine Sternstunde Kärntens und der jungen Demokratie gewesen. Es gelte aber auch, daran zu erinnern, dass mehr als die Hälfte der slowenischsprachigen Kärntnerinnen und Kärntner für Österreich gestimmt haben.

„Diese Spuren der Heimat sind in der Landesgeschichte unauslöschlich“, betonte Kaiser. Geschichte dürfe jedoch nie für parteipolitische oder ideologische Zwecke missbraucht werden. Verantwortungsvoller Umgang mit Geschichte heiße, aus ihr zu lernen, aus ihr Respekt, Wertschätzung und Anerkennung abzuleiten. „Geschichte soll zusammenführen, nicht verletzen“, sagte der Landeshauptmann.

Als Heimat definierte Kaiser einen Ort, wo Geborgenheit, Wohlfühlen, aber auch Offenheit, Toleranz, Respekt, Miteinander und Zusammenhalt spürbar seien. Kärnten gestalte seine Zukunft in intensiver Zusammenarbeit mit den Nachbarn. 94 Jahre nach Abwehrkampf und Volksabstimmung könne man feststellen, dass aus dem Kriegsgebiet des Ersten und Zweiten Weltkrieges eine Friedensregion Alpen-Adria geworden sei, mit Kärnten als Herzstück.

Gerade beim Blick in die Ukraine und nach Syrien müsse der unschätzbare Wert von Frieden und Heimat verstärkt ins Bewusstsein rücken. Kaiser appellierte dafür, Humanität und Hilfsbereitschaft zu Werten eines von der Geschichte geläuterten Kerneuropa zu machen. Die Aufnahme von Flüchtlingen müsse in diesem Sinne solidarisch gerecht auf alle 28 EU-Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden.

Kaiser ging in seinen Reden aber auch auf Kärntens Offensiven für Wirtschaftsentwicklung, Betriebsansiedlungen, Arbeitsmarkt und Bildung ein. „Ich glaube an dieses Land, an seine Menschen und insbesondere an unsere Jugend“, betonte er: „Blicken wir mit Respekt und Verstehen für die Vergangenheit in eine gemeinsam zu gestaltende Zukunft.“


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Böhm/Brunner
Fotohinweis: LPD/fritzpress