News

LOKAL

Projekt „Gartenkinder“ fördert Beschäftigung und Integration

15.10.2014
LH Kaiser bei Abschlussfest im „Haus des Kindes“ in Klagenfurt-Waidmannsdorf
Es ist ein Projekt, das Kindern Natur und Pflanzen näherbringt, ihre Bewegung fördert und ihre Sinne anregt. „Gartenkinder“ ist aber auch ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt, über das sechs Frauen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Nachdem es im Vorjahr sehr erfolgreich im Hort und Kindergarten St. Ruprecht in Klagenfurt gelaufen ist, wurde es heuer im Kindergarten und Hort „Haus des Kindes“ in Klagenfurt-Waidmannsdorf fortgesetzt. Betrieben wird es von Land Kärnten, Stadt Klagenfurt und AMS Kärnten. Heute, Mittwoch, feierten die „Gartenkinder“ gemeinsam mit vielen großen Ehrengästen ein zauberhaftes Abschlussfest.

Kindergartenreferent Landeshauptmann Peter Kaiser strich die vielen positiven Aspekte des Projektes hervor, das deshalb auch weitergeführt werde. Er dankte allen Projektverantwortlichen und Beteiligten für ihr großes Engagement. „Hier werden Kindern Naturerlebnisse vermittelt und Frauen sammeln bei einer schönen Aufgabe Berufserfahrung“, sagte er. Für das „Haus des Kindes“ hatte er einen Büchergutschein als Geschenk mitgebracht.

Klagenfurts Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz freute sich, dass man mit dem Projekt Menschen, die zu uns kommen, Arbeit geben und sie integrieren könne. Daraus entstehe eine Win-win-Situation.

Begrüßt wurden die Gäste des unter dem Motto „Zaubergarten – Gartenzauber“ stehenden Festes von Kindergartenleiterin Ulrike Wehr. Sie lud alle dazu ein, die im Garten aufgebauten Stationen auszuprobieren und sich danach mit einem Stück Apfelkuchen – natürlich aus Äpfeln aus dem „Gartenkinder“-Garten – zu stärken. An den einzelnen Stationen konnte man pflanzen, säen und setzen, Blätterketten fädeln, Naturmandalas legen, quizzen und forschen oder an einem spannenden Scheibtruhenrennen teilnehmen.

„Gartenkinder“ läuft im „Haus des Kindes“ seit April und dauert noch bis Mitte November. Die sechs Projektmitarbeiterinnen stammen aus Brasilien, Marokko, Russland, Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie Aserbaidschan. Wie Projektleiterin Gertrud Pollak erzählte, haben die Frauen gemeinsam mit den begeisterten Kindern u.a. einen Wasserweg mit Brunnen, Hochbeete, ein Insektenhotel, eine „Naschecke“ mit verschiedenen Beerensträuchern oder eine Kräuterecke angelegt bzw. gebaut. Außerdem haben sie bei uns selten gewordene Wildfrüchte wie Apfelbeere oder Klappernuss in den Garten gepflanzt. Entstanden ist auch eine „Sambastiege“, deren verschieden hohe Pflöcke den Gleichgewichtssinn anregen sollen. „Wir haben zusammen gesägt, gebohrt und geschliffen. Die Kinder haben aber auch gelernt, wie man zum Beispiel ein Brett abmisst und was der rechte Winkel ist“, strich Pollak den pädagogischen und handwerklichen Aspekt des Projektes hervor.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just