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Kindergarteninspektorinnen und Inspektoren sowie pädagogische Fachberaterinnen tagen in Kärnten

21.10.2014
Bildungsreferent LH Kaiser: Bildung ist eine permanent, immanente gesellschaftliche Herausforderung
In Klagenfurt findet heute, Dienstag, und morgen, Mittwoch die alljährliche Expertenkonferenz der Kindergarteninspektorinnen und -inspektoren und pädagogischen Fachberaterinnen statt. Die Teilnehmer der Konferenz aus allen österreichischen Bundesländern begrüßte heute, Dienstag, als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz Kindergartenreferent Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Kärntens Landeskindergarteninspektorin Iris Raunig, Abteilungsleiterin Gerhild Hubmann (Abteilung 6, Kompetenzzentrum Bildung, Generation und Kultur), IBB-Geschäftsführer Gerald Salzmann und AVS-Psychologen Kurt Kurnig im Klagenfurter Seepark Hotel.

„Meine durchaus kritischen und manchmal ketzerischen Anmerkungen sollten bei dieser Expertentagung diskutiert werden“, stellte der Landeshauptmann zu Beginn fest. Explizit setzte er sich mit dem umfassenden Begriff der Bildung auseinander, den unterschiedlichen Gehältern im pädagogischen Bereich und mit einigen Punkten der Tagungsagenda. Zu ihr gehören unter anderem die neue 15a Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, die sprachliche Frühförderung, mehr Kindergartenpädagogen und die schulische Nachmittagsbetreuung.

„Bildung ist für mich eine permanente, immanente gesellschaftliche Herausforderung, beschränkt sich nicht nur auf Schulen und Universitäten und ist für mich das Hauptspeisen-Menü im gesellschaftspolitischen Leben“, stellte er fest. Intellektuelles, manuelles, soziales und emanzipatives Lernen würden und können einander nicht ausschließen, hätten im elementarpädagogischen Bereich einen immens hohen Stellenwert und seien eine wichtige Aufgabe für alle in diesem Bereich Berufstätigen.

In Bezug auf die Gehälter der Kindergärtenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen meinte Kaiser, dass sie in keiner Relation zu dem stehen würden, was andere Pädagoginnen und Pädagogen im öffentlichen Bereich verdienen würden. „Die Wertschätzung ist in der Praxis eine andere als in der Theorie.“ Von seiner Seite werde er alle Maßnahmen unterstützen, damit eine gleichwertige Ausbildung im Kindergartenbereich erreicht würde.

Zur neuen 15a-Vereinbarung meinte der Landeshauptmann, dass es seitens der Bundesregierung mit den neuen Richtlinien eine stärkere Akzentuierung gebe. „Für vier Jahre wurden Rahmenbedingungen geschaffen, welche uns die Aufgabenstellung erleichtern.“ Die sprachliche Frühförderung müsse weiter forciert werden und sollte auch in der Asylpolitik vermehrt zum Tragen kommen. “Die Sprache eines Landes zu können, baut Ängste ab“, ist Kaiser überzeugt. Vom Landeshauptmann voll unterstützt wird auch die Forderung nach mehr männlichen Kindergartenpädagogen und der Ausbau der Nachmittagsbetreuung. Bei letzterer verhehlte er nicht, dass über sie derzeit eine intensive Diskussion stattfinde.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Gerd Eggenberger