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POLITIK

Gewaltschutz als zentrales Thema bei Landesfrauenreferentinnenkonferenz

26.10.2014
LHStv.in Prettner: Frauenreferentinnen fordern Nationalen Aktionsplan (NAP) gegen Gewalt an Frauen – Wichtige Impulse auch aus Kärnten
Prävention von und Schutz vor Gewalt an Frauen standen im Zentrum der Landesfrauenreferentinnenkonferenz am vergangenen Freitag, die dieses Mal in Anwesenheit von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, LHStv.in Beate Prettner, vier weiteren Landesrätinnen sowie erstmals der Südtiroler Chancengleichheitslandesrätin Martha Stocker in Tirol stattfand. Eine alarmierende Studie der Europäischen Union ermittelte, dass 20 Prozent der Frauen in Österreich seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren, 35 Prozent eine Form der sexuellen Belästigung erlebt haben und 15 Prozent Opfer von Stalking waren.

Wichtige Impulse über den Gewaltschutzplan hinaus kamen aus Kärnten: So forderte Prettner die Schaffung neuer Standards bei Pflichtuntersuchungen für Sexdienstleisterinnen sowie damit verbundene Beratungen, damit Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, Hilfe finden. Auch der Vorschlag, Mutterschutz für Politikerinnen zu realisieren, wurde positiv aufgenommen. „Damit der Anteil der Frauen in der Politik nachhaltig steigt, brauchen wir geeignete Rahmenbedingungen. Es muss möglich sein, dass auch aktive Politikerinnen in Mutterschutz gehen können. Eine Regelung auf Bundesebene ist der erste Schritt dazu“, ist Prettner überzeugt.

Ministerin Heinisch-Hosek, die die Realisierung des NAP Gewaltschutz als eines ihre wichtigsten aktuellen Projekte ansieht, meinte: „Dieser NAP, ein Arbeitsprogramm im Bereich Gewaltschutz, ist am 26. August einstimmig im Ministerrat beschlossen worden und kann sofort in Angriff genommen werden. Mit den darin enthaltenen 64 Maßnahmen hat die Bundesregierung ein gemeinsames starkes Signal zum Schutz von Frauen vor Gewalt gesetzt und einen klaren Fahrplan für 2014-2016, um den Gewaltschutz in Österreich zu verbessern. Eingebundene Ressorts sind das BMJ, BMI, BMG, BMASK, BMeiA, BMFJ und das BMBF.“


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Büro LHStv.in Prettner/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner