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Koralmtunnel: Durchschlag in Baugrube Mitterpichling

27.10.2014
LH Kaiser bei Feier auf Baustelle – Projekt bringt große Wirtschafts- und Beschäftigungsimpulse
Und wieder ist ein Abschnitt beim Koralmtunnel geschafft: Heute, Montag, erfolgte der Durchschlag vom Vortunnel Nord in die Baugrube Mitterpichling, den sich auch Landeshauptmann Peter Kaiser und seine Lebensgefährtin Tunnelpatin Ulrike Wehr nicht entgehen ließen. Der Koralmtunnel, er wird in drei Baulosen ausgeführt, ist das Herzstück der Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt und zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturprojekten in Europa. Das letzte Baulos KAT 3 ist rund zwölf Kilometer lang und wird 2016 den Bauabschnitt KAT 2 erreichen.

„Der heutige Tag bringt uns unserem Ziel, Kärnten im Rahmen der Baltisch-Adriatischen-Achse noch stärker europäisch wirtschaftlich zu vernetzen wieder ein Stück näher“, sagte der Landeshauptmann und dankte allen Arbeitern, Bauleitern und Planern für ihr schwieriges und sehr verantwortungsvolles Engagement. Auch wenn es sich heute dabei „nur um ein Teilstück handle“, hätten es sich die Mineure verdient, gebührend gefeiert zu werden. „Denn viele der hier beteiligten Menschen, die mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit einen weiteren Baustein zum Tunnel beigetragen haben, sind bei der Fertigstellung der Vortriebsarbeiten vielleicht gar nicht mehr auf dieser Baustelle“, so der Landeshauptmann.

Kaiser bezeichnete den Koralmtunnel als Jahrhundertprojekt und unterstrich die Bedeutung und Wichtigkeit dieses riesigen Projektes als Kernstück der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse. „Die Koralmbahn als wichtiges Bindeglied zwischen den Ländern Süd- und Osteuropas sowie den Adriahäfen ist eine Lebensader mit enormer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Kärnten und damit für die Sicherung von Betriebsstandorten sowie die Neuansiedlung von Unternehmen“, so Kaiser. Es sei eine große Zukunftschance für Kärnten im Schnittpunkt dreier großen Kulturen und als Herzstück des Alpen-Adria Raums“, betonte der Landeshauptmann. „Pro Jahr finden hier 600 Menschen durchgehend Arbeit“, sagte Kaiser.

Unter den zahlreichen Anwesenden waren unter anderem Hans Köhler, Abteilungsleiter PORR Tunnelbau sowie ÖBB-Koralmbahn-Gesamtkoordinator und Projektleiter Klaus Schneider.

Die Bauarbeiten für das Baulos KAT 3 werden bis 2020 dauern und rund 300 Millionen Euro kosten. Es besteht aus dem sogenannten Vortunnel und dem Haupttunnel, diese beiden Teilabschnitte werden durch die Baugrube Mitterpichling miteinander verbunden. Nach dem heutigen Durchschlag werden die Arbeiten auf der gegenüberliegenden Anschlagwand der Baugrube Mitterpichling am Haupttunnel Richtung Ost fortgesetzt. Die 130 km lange Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt kostet rund 5,4 Milliarden Euro und wird bis 2023 fertiggestellt. Der 32,9 km lange Koralmtunnel wird zu den längsten Tunnelbauwerken der Welt zählen. Weit mehr als die Hälfte der Neubaustrecke ist bereits in Bau bzw. in Betrieb.

Aktuell sind auf der Baustelle KAT 3 180 Menschen beschäftigt, davon kommt ca. die Hälfte aus Kärnten. Derzeit läuft u.a. die Vergabe für die Tunnelkette Granitztal (Baubeginn im ersten Quartal 2014), diese grenzt unmittelbar an die derzeitige Baustelleneinrichtung an.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotos: LPD/fritzpress