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„Ambulante Geriatrische Remobilisation“ soll in Regelbetrieb übernommen werden

28.10.2014
Gesundheitsreferentin LHStv.in Prettner: Evaluierung zeigt Win-win-Situation für Patienten und Gesundheitswesen
In der Sitzung der Landeszielsteuerungskommission Gesundheit heute, Dienstag, wurde ein einstimmiges Bekenntnis des Landes Kärnten sowie der Sozialversicherung zur weiteren Vorgehensweise betreffend die „Ambulante Geriatrische Remobilisation“ abgegeben. Das teilte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner im Anschluss an die Sitzung mit.

„Das im Jahr 2012 gestartete Pilotprojekt der ‚Ambulanten Geriatrischen Remobilisation‘ des Elisabethinen Krankenhauses hat sich mehr als bewährt und nicht nur erhebliche Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten mit sich gebracht, sondern auch geholfen Geld im Gesundheitswesen zu sparen. Um diese zukunftsträchtige Nachsorge für ältere Patientinnen und Patienten weiterhin anbieten zu können, wurde die Überführung in den Regelbetrieb der Gesundheitsversorgung beschlossen“, so Prettner.

Geriatrische Remobilisation war bisher in Österreich nur in stationärer Form, also im Krankenhaus selbst möglich. Mit dem neu eingeschlagenen Weg wird diese Therapie nun im ständigen Wohnumfeld der betroffenen Patientinnen und Patienten durchgeführt, wobei sich die Inhalte der Therapieformen bei dieser Variante grundsätzlich nicht von jenen in vollstationären geriatrischen Einrichtungen unterscheiden. „Die klaren Vorteile sind, dass so das Wohnumfeld der Patientinnen und Patienten schon während der Therapie an die veränderten Bedürfnisse angepasst werden kann und auch die Angehörigen von Beginn an in die Therapieeinheiten eingebunden und beraten werden“, betonte Prettner. Klarer Vorteil für das Gesundheitswesen sei, dass mit dieser Form der Nachsorge eine Verkürzung der stationären Behandlungen erreicht werden kann.

Das Pilotprojekt wurde während der gesamten Laufzeit von 24 Monaten begleitend evaluiert. Die nun angestrebte Überführung in die Regelfinanzierung soll ebenfalls vorerst auf 24 Monate befristet stattfinden und laufend evaluiert werden. „Gemeinsam mit allen Vertragsparteien soll nun eine Finanzierung und ein Aufteilungsschlüssel zwischen den Finanziers erarbeitet werden“, gab Prettner bekannt.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger