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2. Kärntner Baugipfel: Investitionen sichern, um Arbeitsplätze zu schaffen

29.10.2014
LHStv.in Schaunig: Kooperation und investive Maßnahmen zeigen Erfolg – 317 Mio. Euro werden noch heuer investiert
Der konstruktiven Kooperation zwischen den Sozialpartnern, den Bauvertretern und dem Land ist es zu verdanken, dass auch in konjunkturell schwierigen Zeiten investive Maßnahmen gesetzt und der hohen Arbeitslosigkeit in Kärnten entgegen gewirkt werden kann.

Wohnbau- und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig sowie die ARGE Bauwirtschaft mit Kommerzialrat Stefan Hasse, Obmann ARGE Bauwirtschaft und der ÖGB hatten gestern, Dienstag, zum 2. „Baugipfel“ geladen. Weitere Teilnehmer: DI Johann Polzer und Rene Oberleitner (LIG), Mag. Manfred Zechner, Gottfried Hatzenbichler (Betriebsvors. Teerag-Asdag), Dr. Wolfgang Mayr-Knoch, Horst Anhell, DI Andreas Geiger, LIM Rudolf Bredschneider, LIM DI Gerhard Oswald, Ing. Alexander Gstraimer, Franz Gasser, DI Herbert Horn, Alois Peer, Gottfried Hatzenbichler, Christoph Obex, Dr. Franz Sturm (AL Abt. 3), Mag. Angelika Fritzl (Abt. 2 – Wohnbau) und Mag. Reinhold Pobaschnig.

Mit einer positiven Entwicklung begann die Präsentation der Finanzreferentin: Eine Stabilisierung im Baubereich bestätigt eine Steigerung der Halbjahresproduktionen beim Transportbeton um 1,4 Prozent. „Die Steigerungen sind nicht zuletzt auf die investiven Maßnahmen 2014 des Landes zurückzuführen“, freute sich Schaunig. So wurde kürzlich eine Winterbauoffensive ins Leben gerufen. Das Budget des Straßenbaureferenten wurde um zusätzliche zwei Millionen erhöht, für Energie, Umwelt und Infrastruktur wurden zusätzliche 2,5 Mio. Euro freigegeben, für die Wildbachverbauung gibt es für dieses Jahr zusätzliche 280.000 Euro. Weiters wurde eine Lehrlingsoffensive bei der jede zusätzliche Lehrstelle ab November bis Feber 2015 mit 1.000 Euro gefördert ins Leben gerufen. „Insgesamt investiert das Land heuer noch 317 Mio. Euro“, betonte die Finanzreferentin.

Im Gemeindebereich greift die Kommunale Bauoffensive, bei einer Förderquote von 25 Prozent wird damit ein Mindestinvestitionsvolumen in der Höhe von 44 Mio. Euro jährlich ausgelöst.

Hasse betonte, dass wer baue, an die Zukunft glaube. In Kärnten gebe es mehr als 5.000 Unternehmen der Kärntner Bauwirtschaft mit über 37.000 Mitarbeitern in den Bereichen des Bauens. „Wir bilden auch 30 Prozent aller Kärntner Lehrlinge aus.“ Zu den aktuellen Daten führte Hasse aus, dass Maßnahmen bereits greifen und zum Unterschied von Restösterreich entwickle sich der Baubereich in Kärnten positiv, obwohl das Jahr 2015 zu einer besonderen Herausforderung werde. Sein Anliegen an diesen Baugipfel: heute an morgen und übermorgen denken und auch den jungen Menschen eine Zukunft bieten.

Bau-Gewerkschafter Alois Peer erwähnte eine Studie der Österreichischen Nationalbank, die belegt, dass für viele Familien Wohnen in Österreich immer mehr zu einem monatlichen finanziellen Kraftakt wird. „Es müssen schon heute die Weichen gestellt werden, um Wohnen in Zukunft leistbar zu machen“. Er denke dabei an einen noch verantwortungsvolleren Umgang mit Wohnbeihilfen und Fördermitteln.

Konkret wurde zwischen den Teilnehmern vereinbart, dass im Bereich der Wohnbauförderung die Sanierung ausgebaut wird, die Vergaberichtlinien die regionalen Vergaben ermöglichen, auf weitere Bereiche ausgedehnt und um die Daten der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) erweitert werden. Von besonderer Bedeutung befanden alle Teilnehmer die Entwicklung der Ortskerne und Revitalisierung alter Bausubstanz.

Schaunig kündigte einen weiteren Baugipfel mit den Sozialpartnern und den Vertretern der Bauwirtschaft für die erste Jahreshälfte 2015 an.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Brunner
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig