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Antrag auf „Jagdfreistellung“ findet im Kärntner Jagdgesetz keine Deckung

29.10.2014
Jagdreferent LR Ragger: Anliegen wäre Bruch jahrhundertealter Rechtskultur
„Der Antrag eines Wieners, dass sein Grundstück im Bezirk Spittal aus ethischen Gründen jagdfrei gestellt wird, findet im Kärntner Jagdgesetz keine Deckung“, teilt der Kärntner Jagdreferent LR Christian Ragger heute, Mittwoch, mit. Kärntenweit werde auf über 950.000 Hektar gejagt, das fragliche Grundstück sei 6,5 Hektar groß.

Im Kärntner Jagdrecht seien die Rechte eines Grundeigentümers und die Jagdrechte wie in den Jagdgesetzen aller übrigen Bundesländer (nach den Bestimmungen der österr. Verfassung ist Jagd Ländersache) festgelegt. Das vorgebrachte Anliegen wäre ein Bruch einer jahrhundertealten österreichischen und europäischen Rechtskultur. Es sei auch unrichtig, wenn behauptet wird, dass der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil vom 26. Juni einen „Freibrief“ für Grundeigentümer erteilt hätte. „Es erscheint derzeit nicht möglich, unter Berufung auf dieses Urteil ein jagdfreies Gebiet in Kärnten zu fordern“, so Ragger.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Jost/Brunner