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Initiative Erwachsenbildung bis 2017 gesichert

31.10.2014
LH Kaiser: Erfolgsmodell verbessert berufliche Perspektiven für 800 Personen in Kärnten – 2,8 Millionen Euro stehen zur Verfügung
Eine Million Österreicher und Österreicherinnen, darunter 60.000 Personen in Kärnten, besitzen keine ausreichenden Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen. Mit der „Initiative Erwachsenenbildung“ wurde in den vergangenen Jahren ein breites und dichtes Bildungsangebot geschaffen, das den Betroffenen hilft, Bildungsdefizite abzubauen sowie den Pflichtschulabschluss nachzuholen.

Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz teilte heute, Freitag, mit, dass durch die Zusage der finanziellen Mittel von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek und die Befürwortung der Landeshauptleutekonferenz nun die „Initiative Erwachsenenbildung“ in allen Bundesländern bis 2017 gesichert sei. „Insgesamt stehen Kärnten 2,8 Millionen Euro, finanziert zu gleichen Teilen von Bund und Land, zur Verfügung, um das Bildungsfundament für weitere 800 Personen zu sichern und so eine Verbesserung am Arbeitsmarkt sowie gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. Das ist ein wertvoller Beitrag für die Chancengleichheit in unserem Land“, meinte Kaiser.

Gleichzeitig gab er eine positive Vorschau in die Zukunft. „Die Bundesregierung und die Bundesländer garantieren somit die Fortsetzung eines niederschwelligen und kostenlosen Bildungsangebotes“, so der Landeshauptmann. Man habe aus den ernüchternden Ergebnissen der OECD-Studie PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) die Lehren gezogen, und setze sich das hohe Ziel, den Anteil an gering qualifizierten Personen im erwerbsfähigen Alter nachhaltig zu senken.

Grundbildung und Pflichtschulabschluss haben in Kärnten seit 2001 Tradition, wo diese flächendeckend insbesondere von den Kärntner Volkshochschulen angeboten werden. Im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung von 2012 bis 2014 wurden 17 Lehrgänge zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses in Klagenfurt, Villach, Völkermarkt, Spittal und Wolfsberg durchgeführt. 220 Personen nutzten dieses Angebot und verbesserten so ihre Chancen am Kärntner Arbeitsmarkt.

Schätzungen gehen davon aus, dass 280.000 Österreicher über keinen positiven Hauptschulabschluss verfügen. In Kärnten betrifft dies etwa 12.000 Personen, denen somit die Basis für eine berufliche Zukunftsperspektive fehlt. Zusätzlich zu diesem Angebot nahmen 341 Personen seit 2012 die Weiterbildungsmöglichkeit im Rahmen von Grundbildungskursen in Lesen, Schreiben, Rechnen und Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) wahr. Insgesamt gab es 56 Kurse in Klagenfurt, Villach, Spittal, Wolfsberg, St. Veit, Hermagor und Feldkirchen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren mit den Projekten der „Initiative Erwachsenenbildung“ alle für diese Periode definierten, quantitativen und qualitativen Ziele erreichen können. Die positiven Ergebnisse bestätigen, wie unverzichtbar diese Maßnahme für Kärnten ist“, betonte Kaiser.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger