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Gesetzesnovelle für mehr Qualität in der Kinderbetreuung

31.10.2014
LH Kaiser: Betreuungsqualität wird verbessert, Sommerbetreuung wird bei Bedarf angeboten
Das Kärntner Kinderbetreuungsgesetz wird geändert. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser wird bei der nächsten Regierungssitzung einen entsprechenden Entwurf einbringen. Ziel ist es, die Qualität der Kinderbetreuung weiter zu heben und neue Potentiale zu nutzen. Verbesserungen betreffen u.a. die Bereiche Sommerbetreuung, Personalfortbildung, Sonderformen und Verfahrensrecht. Der Landeshauptmann betont die enorme Bedeutung der Elementarbildung für die Kleinsten sowie auch Notwendigkeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglichst positiv zu gestalten.

Wie Kaiser ausführt, werde für die Sommerbetreuung eine Bedarfsanmeldung von 15 Kindern pro Einrichtung festgelegt. Weiters sollen in Zukunft auch die Leiterinnen in den Kindertagesstätten verpflichtend einen Leitungslehrgang absolvieren. Außerdem sollen alle Kleinkinderzieherinnen in den Kindertagesstätten eine verpflichtende Fortbildung von 3 Tagen pro Jahr nachweisen. Der Begriff Kindergartenhelferin soll durch jenen der Kleinkinderzieherin ersetzt werden. Im Kinderbetreuungsbereich soll künftig auch gesetzlich sichergestellt sein, dass nur noch Personen mit einwandfreiem Leumund tätig sind, um jede Gefährdung des Kindeswohles auszuschließen.

Auch gegenüber neuen Entwicklungen und pädagogischen Konzepten soll es mehr Offenheit geben. So könnten Sonderformen nach entsprechender Bewilligung erprobt und auch finanziell gefördert werden.
Im Gesetzesentwurf ist auch eine Verfahrensvereinfachung vorgesehen, so Kaiser. So sollen die bisherigen Verfahren zur Erlangung einer Errichtungsbewilligung und einer Betriebsbewilligung für eine Kinderbetreuungseinrichtung zu einem Verfahren zusammengefasst werden.

Keine Kürzungen gibt es bei den Förderungen der Kindertagesstätten: Die bisherigen Fördermodalitäten inklusive der jährlichen Valorisierungen für alle Einrichtungen bleiben gleich.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Brunner/Schäfermeier