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WIRTSCHAFT

Exportoffensive wird fortgesetzt

31.10.2014
LR Benger: Erfolgsgeschichte geht weiter - 400.00 Euro vom Land und der Wirtschaftskammer Kärnten
Die Zahlen sprechen für sich: 2.500 Kärntner Exportbetriebe stehen für insgesamt 70.000 Arbeitsplätze im Land, erwirtschaften außerhalb von Kärnten 6,4 Milliarden Euro und erzielen dabei einen Handelsbilanzüberschuss von rund einer Milliarde.

"Das ist eine Erfolgsgeschichte, die es weiter auszubauen gilt", erklärte heute, Freitag, Wirtschaftslandesrat Christian Benger bei der Bekanntgabe der Verlängerung der Exportoffensive für 2015, die exportorientierte Unternehmen - und solche, die es werden wollen - mit einem Paket an praxisnahen Angeboten unterstützt. Die Palette reicht von länder- und branchenbezogenen Wirtschaftsmissionen über die Unterstützung bei Messebeteiligungen und anderen Markterschließungs und -bearbeitungsaktivitäten bis hin zur wissenschaftlichen Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit Uni und FH. „Die Welt ist kleiner geworden, aber die Kärntner Wirtschaft ist in die Welt hinaus gewachsen und wird dabei vom Land und der WK beraten, unterstützt und begleitet“, betonte Benger.

Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl, der in seinem Unternehmen selbst weit über 90 Prozent des Umsatzes im Ausland macht, ist vom Erfolg dieses gemeinsamen Förderinstruments begeistert: "In der gegebenen wirtschaftlichen Situation müssen wir alles unternehmen, um unsere Stärken zu stärken, um gute exportierende Betriebe noch mehr zu unterstützen und neue zu motivieren, den Schritt über die Grenzen zu wagen." Als Beispiel für aktive Exportunterstützung nannte Mandl die Wirtschaftsmission nach Kasachstan kommende Woche, die mit 22 Firmen - davon sieben aus Kärnten - die größte sei, die die WK Kärnten je unternommen habe. Mandl: "Solche Märkte sind nicht ganz einfach, aber mit dem nötigen unternehmerischen Mut ist die Chance dort größer, etwas zu verdienen. Und der Weltmarkt ist unser Anspruch."

Wie FH-Professor Dietmar Brodel unterstrich, seien die Mittel der Exportoffensive in der Vernetzung mit den Hochschulen gut angelegt. Besonders hob Brodel die Erarbeitung von Fallstudien zur Kärntner Exportwirtschaft hervor, die auch international eingesetzt würden und nicht nur den betreffenden Firmen, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Kärnten nützen würden. So sei eine Fallstudie zur Firma Greenonetech mittlerweile an 36 Universitäten international behandelt worden. Auch Professor Ralf Terlutter, Institutsleiter für Marketing und internationales Management an der Universität Klagenfurt, freut sich auf die Schaffung eines "Erfahrungspools" für grenzüberschreitend agierende Unternehmen im nächsten Jahr und ist von der Kooperation überzeugt: "Das ist gut investiertes Geld."

Die Präsentation der Verlängerung der Exportoffensive erfolgte in einer Werkshalle des Exportspezialisten Alexander Glaunach, der tonnenschwere Schalldämpfer für Kraftwerke und Pipelines auf der ganzen Welt herstellt. Der zweifache Kärntner Exportpreisträger hat die Exportoffensive selbst kennengelernt: "Wir konnten dadurch als relativ kleines Unternehmen an einer für uns erfolgreichen Wirtschaftsmission nach Thailand teilnehmen und uns bei einer wichtigen, aber teuren Messe in den USA präsentieren, was wir alleine wohl nicht getan hätten. Die Exportförderung ist eine wichtige Maßnahme für Kärnten."


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger