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Slowenisches Unternehmen investiert in Völkermarkt

06.11.2014
LR Benger bei Spatenstich – OGK Zäune GmbH schafft mit einer Investition von rund 1,6 Mio. Euro im IGP Süd zwölf neue Arbeitsplätze
Gestern, Mittwoch, erfolgte der Spatenstich für die Ansiedlung der OGK Zäune GmbH im Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark IGP Süd in Völkermarkt. Das aus Slowenien stammende Unternehmen investiert rund 1,6 Mio. Euro und schafft zwölf Arbeitsplätze. Seitens der Landesregierung nahm Wirtschaftslandesrat Christian Benger am Spatenstich teil.
Benger bedankte sich bei den Investoren für ihre Bereitschaft, sich in Kärnten anzusiedeln und für ihren Mut, zu investieren. Notwendig für Investoren seien daher eine gelebte Willkommenskultur und eine entsprechende Mut-Politik. „Kärnten öffnet sich und öffnet für Investoren Tür und Tor und wir wollen damit noch mehr Investitionen von mutigen Unternehmern, die keine Grenzen kennen, erreichen“, so Benger. Die Aufgabe der Politik sei es, die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür festzulegen wie beispielsweise Offenheit und einfache, rasche Verfahren.
Auf insgesamt 2.000 m² errichtet die OGK Zäune GmbH im IGP Süd Produktionshallen sowie Lager- und Ausstellungsräumlichkeiten. Das Unternehmen plant, produziert, verkauft und montiert Zäune und Tore für Privathausbesitzer, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Mit Erzeugnissen von höchster Qualität und erlesenem Design, die zur Gänze auf eigener Forschung & Entwicklung basieren, will das Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich expandieren. Die breite Produktpalette umfasst Paneel-, Stein, Netz- und perforierte Blechzäune sowie Zauntüren und Tore.
Nach zwei Jahren der reinen Vertriebspräsenz in Österreich plant das Unternehmen eine Marktoffensive, die vom Standort Völkermarkt aus lanciert wird. Das Investitionsvorhaben soll modulartig umgesetzt werden – in drei aufeinanderfolgenden Jahren werden sukzessive drei Hallen mit einer Gesamtfläche von 600 m² errichtet. Mit der ersten Maschine, die im Jahr 2015 angeschafft werden soll, werden Maschendrahtzäune hergestellt. Außerdem plant das Unternehmen die Einrichtung eines Verkaufs- und Ausstellungsraums sowie einer Lagerhalle. Parallel zum Bauvorhaben wird auch der Ausbau des Mitarbeiterstandes schrittweise erfolgen. Bis 2017 sollen jährlich vier Mitarbeiter in der Produktion hinzukommen. In Summe werden dann zwölf Mitarbeiter beschäftigt sein. Für 2014 ist ein Umsatz in der Höhe von 500.000 Euro geplant, was ungefähr 15 Prozent des geplanten Jahresumsatzes in Slowenien entspricht. Das für die kommenden Jahre in Österreich erwartete Wachstum steht in engem Zusammenhang mit der Investition in Völkermarkt. Bis 2017 soll sich der jährliche Umsatz in Österreich zumindest verdoppeln.
Zdenka Pečnik Kočevar, Geschäftsführerin der OGK Zäume GmbH, erklärte das für Ihre Entscheidung nach Kärnten zu gehen mehrere Standortfaktoren ausschlaggebend gewesen sind. „Die Entscheidung für diese Investition in Kärnten war wohl überlegt, ist uns aber nicht schwer gefallen. Einerseits wollen wir mit diesem Schritt den Kunden in Österreich noch näher sein (kürzere Lieferzeiten, Einsatz lokaler Mitarbeiter und Hilfskräfte u.ä.). Hier eignet sich der Standort Völkermarkt ausgezeichnet, insbesondere da er auch den Vorteil der Nähe zum Stammhaus in Prebold bietet. Andererseits finden wir hier auch ideale Rahmenbedingungen vor: einfache und rasche Behördenverfahren, verfügbare, qualifizierte Arbeitskräfte, günstige Grundstückspreise und nicht zuletzt die breite Unterstützung der lokalen Behörden und unserer Ansprechpartner im Bereich der Betriebsansiedlung.“
Völkermarkts Bürgermeister Valentin Blaschitz hob ebenfalls die Signalwirkung hervor: „Ich freue mich riesig über die Investition und damit verbunden über die erste Ansiedlung eines slowenischen Produktionsunternehmens im IGP Süd. Dies ist ein enorm positives Signal für die gesamte Region Völkermarkt. Wir werden jedenfalls seitens der Gemeinde das Unternehmen bestmöglich bei der Umsetzung seiner Ziele unterstützen.“
Sabrina Schütz-Oberländer, Geschäftsführerin der Entwicklungsagentur Kärnten, freute sich über diese gelungene Betriebsansiedlung: „Zwei Aspekte sind im Zusammenhang mit dieser Ansiedlung besonders positiv: Zum einen ist es ein erfreuliches Zeichen, dass sich in Zeiten, in denen viele Unternehmen in Billiglohnländer Osteuropas oder Asiens abwandern, ein Produktionsunternehmen in Kärnten ansiedelt. Zum anderen sehen wir uns darin bestätigt, dass wir als Standort auch für slowenische Unternehmen ein überaus attraktives Paket aus qualifizierten Arbeitskräften, rechtlichen Rahmenbedingungen, verfügbaren Gewerbeflächen und raschen Behördenverfahren anbieten können. Wir erwarten uns deshalb für 2015 die Umsetzung weiterer Industrie- und Gewerbeprojekte aus dem Alpen-Adria-Raum.“


Rückfragehinweis: Büro LR Benger; EAK
Redaktion: EAK/Böhm
Fotohinweis: EAK/fritzpress