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Italienisches Unternehmen schafft 30 Arbeitsplätze in Klagenfurt

06.11.2014
LR Benger: Hochwertige Metallkomponenten für Luxus- und Modeindustrie kommen künftig aus Kärnten
Erfreuliche Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Kärnten. Das italienische Unternehmen der BB Feinmechanik GmbH investiert am Standort Klagenfurt rund vier Millionen Euro und schafft bis zu 30 Arbeitsplätze. Die BB Feinmechanik GmbH bezieht die ehemalige Halle der Hirsch-Kunststofffolienerzeugung in der Kuessstraße am Südring in Ebenthal, die in den nächsten Wochen adaptiert wird. Produziert werden hier ab Anfang Jänner 2015 Komponenten aus hochwertigen Metallen für die Taschen-, Schuh- und Uhrenindustrie im Hochpreis- und Luxussegment. Die hier mittels Warmpressverfahrens gefertigten Teile werden in Klagenfurt mittels CNC-Fräsmaschinen bearbeitet und zur Endbearbeitung (z.B. Goldbad) nach Italien transportiert, wo sie auch am Endprodukt angebracht werden. Für die Zukunft sind Kooperationen mit den HTLs in Ferlach (Bereich Präzisionsmechanik, Industrial Design) und Klagenfurt angedacht.

Wirtschaftslandesrat Christian Benger betonte, wie wichtig es für ein Land sei, offen zu sein für Investoren. „Wir haben in Kärnten eine neue Willkommenskultur geschaffen. Mein Ziel als Wirtschaftslandesrat ist es, Kärnten als investorenfreundlichste Region im Alpe-Adria-Raum zu positionieren“, so Benger anlässlich der Ansiedelung der BB Feinmechanik. Dazu gehören nicht nur Weltoffenheit, dazu gehören auch rasche Abläufe für Verfahren und Widmungen sowie der One-Stop-Shop von der Anfrage bis zur Ansiedlung selbst. „Investoren müssen wissen, dass wir in Kärnten schnell, unbürokratisch und korrekt arbeiten. Das muss unser Ziel sein, wenn wir weitere Arbeitsplätze im Land haben wollen“, betont Benger.

Sabrina Schütz-Oberländer, Geschäftsführerin der Entwicklungsagentur Kärnten, freut sich nicht nur über diese gelungene Ansiedlung, sondern über die generell großen Vermarktungserfolge der EAK in Italien. „Bereits im Vorjahr waren von den 46 Ansiedlungsprojekten, die wir in Kärnten realisieren konnten, 28 italienischen Ursprungs. Und das Interesse der Unternehmer aus unserem südlichen Nachbarland ist ungebrochen: Derzeit bearbeiten wir nicht weniger als 160 Projekte aus Italien. Wir erwarten uns deshalb für 2015 die Umsetzung weiterer Industrie- und Gewerbeprojekte aus dem Alpen-Adria-Raum.“

Marco Bartoletti, Präsident der BB Holding, erklärte warum er sich den en Standort in Kärnten entschieden hat, „Ausschlaggebend sind dafür vor allem die Seriosität und die Stabilität Österreichs gewesen, die es uns und unseren Kunden ermöglicht, sich auf das eigentliche Geschäft zu konzentrieren. Natürlich spielten auch die verfügbaren qualifizierten Mitarbeiter im Metallbereich sowie das unternehmerfreundliche Steuersystem eine wichtige Rolle. Darüber hinaus haben wir in der EAK einen optimalen Partner und beste Unterstützung gefunden, die wir woanders nicht bekommen hätten.“

„Der Wirtschaftsstandort Klagenfurt ist stolz, mit dem Italienischen Produktionsunternehmen wieder einen Betrieb in Landeshauptstadt begrüßen zu können. Als langjähriger Sozialreferent der Stadt freut es mich besonders, dass das Unternehmen auch körperlich und seelisch beeinträchtigte Personen beschäftigt und damit ein wunderbares Zeichen für gelebte Inklusion im Arbeitsalltag setzt.“, erklärte Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider.

Für Stadtplanungsreferentin, Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, ist die Betriebsansiedelung ein wichtiger Impuls für den Klagenfurter Wirtschaftsstandort. „Eine wichtige Zielsetzung der Klagenfurter Politik muss es sein, Betriebsansiedelungen zu unterstützen. Dies findet sich auch im beschlossenen Stadtentwicklungskonzept 2020+ wieder. Ein wichtiger Faktor dabei ist der Ausbau von bedarfsorientierten und zukunftsweisenden Bildungsschwerpunkten.“

Die Gruppe BB SpA hat ihren Sitz bei Florenz. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und zählt heute 190 Mitarbeiter. Jährlich erreicht die Gruppe einen Umsatz von etwa EUR 40 Mio. Bei der BB SpA handelt sich um ein Unternehmen aus dem Bereich Präzisionsmechanik, das Accessoires von höchster Qualität produziert. Verwendet werden für die Taschen-, Uhren- und Schuhkomponenten (z.B. Gürtelschnallen, Griffe, Schließsysteme bei Taschen) verschiedene Materialien wie Stahl, Messing, Aluminium, Holz und Kunststoffe. Auch Steine von Swarovsky werden eingesetzt.

Geplant und produziert werden Prototypen und ein Einzelstücke bis hin zur Serienfertigung. Von der Projektidee bis hin zur Fertigung wird jedes Produkt intern realisiert. Die Gruppe hat dafür eine eigene Forschungsabteilung installiert. Neben der Metallverarbeitung besitzt die Gruppe auch ein Tochterunternehmen, das die Oberflächenbehandlung durchführt sowie die Kunststoffverpackungen für die Komponenten erzeugt. Ebenso verfügt die Gruppe über ein eigenes Designzentrum, da unter anderem mit der Universität Florenz kooperiert.

Was das Unternehmen neben der Produktqualität und seinem Umweltbewusstsein auszeichnet, ist der ethische Grundsatz des Eigentümers, der auch körperlich und seelisch beeinträchtigte Personen für die Präzisionsarbeiten einsetzt.

Die Entwicklungsagentur Kärnten GmbH, EAK, wurde 1991 gegründet und ist die für Betriebsansiedlungen zuständige Landesgesellschaft des Landes Kärnten. Die EAK unterstützt ausländische Investoren kostenfrei mit einem umfassenden One-Stop-Shop-Service bei ihrer Ansiedlungen bzw. Expansion nach Kärnten.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger ,EAK, Kristin Kretzschmar-Neubacher
Redaktion: EAK/Zeitlinger
Fotohinweis: EAK/fritz-press