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Spatenstich für größtes Hochwasserschutzprojekt Kärntens

07.11.2014
Rückhalteraum Zollfeld-Virunum wirkt auf 23 Kilometern Länge und schützt 745 Objekte in Maria Saal, Klagenfurt und Ebenthal – Investitionsvolumen: 19,5 Millionen Euro
Ab 2019 werden 5.000 Kärntnerinnen und Kärntner in den Gemeinden Klagenfurt, Maria Saal und Ebenthal besser vor einem möglichen Hochwasser der Glan geschützt: Dafür soll das Rückhaltebecken Zollfeld-Virunum sorgen. Heute, Freitag, erfolgte durch Bundesminister Andrä Rupprechter, Landeshauptmann Peter Kaiser und Umweltreferent LR Rolf Holub der Spatenstich für das größte Hochwasserschutzprojekt Kärntens.

„Heftige Hochwasserereignisse bedrohen immer wieder unsere Siedlungs- und Wirtschaftsräume. Die Sicherheit der Menschen in gefährdeten Gebieten hat für mich höchste Priorität. Wir haben in Österreich bereits viele Projekte zum Schutz vor Hochwasser auf höchstem Niveau umgesetzt und ich bin mir sicher, dass wir hier in Kärnten ein weiteres vorbildhaftes Projekt schaffen. Mit dem Rückhaltebecken Zollfeld – Virunum können wir die Bevölkerung von Klagenfurt, Maria Saal und Ebenthal deutlich besser vor Hochwasser schützen. Gleichzeitig verbessern wir mit einer Aufweitung auf einer Gesamtlänge von 2,5 km die Ökologie der Glan und gestalten attraktives Naherholungsgebiet. Mein Ministerium investiert für dieses Projekt 8,7 Millionen Euro und schafft damit mehr Sicherheit und Schutz in einer äußerst lebenswerten Region“, betonte Bundesminister Rupprechter.

„Schutz und Sicherheit der Bevölkerung und ihres Eigentums haben für mich höchste Priorität. Gerade die jüngste Vergangenheit mit dem Jahrhunderthochwasser in Lavamünd hat gezeigt, wie wichtig und richtig vorausschauende Investitionen im Hochwasserschutz sind. Umso mehr freut es mich, dass wir in partnerschaftlicher Zusammenarbeit das größte Hochwasserschutzprojekt Kärntens realisieren werden“, betonte Katastrophenschutzreferent LH Kaiser. Er unterstrich auch die wirtschaftliche Bedeutung des 19,5 Millionen Euro-Projektes: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Investitionen der öffentlichen Hand doppelt positiv wirksam. Neben dem Schutz für die Bevölkerung werden damit auch wertvolle Arbeitsplätze über Jahre nachhaltig abgesichert.“

Für Holub als Umwelt- und Wasserreferent ist das Projekt Zollfeld-Virunum ein Meilenstein für den Hochwasserschutz und für viele Kärntnerinnen und Kärntner: „Ich bin stolz darauf, heute mit diesem so wichtigen Projekt für Kärnten starten zu können. In Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Wasserverband Glan konnten wir die Finanzierung für den Schutz von 5.000 Kärntnerinnen und Kärntnern sicherstellen. Ich bedanke mich bei Bundesminister Rupprechter und bei Wasserverbands-Obmann Gunzer für die tadellose Zusammenarbeit. Ich wünsche den bauausführenden Firmen alles Gute bei ihrer Arbeit und danke den Planerinnen und Planern für dieses tolle Projekt“, so der Umweltreferent. Holub betonte zudem die Aufwertung der Glan und die Schaffung von neuen Lebensräumen durch das ökologisch schonend umgesetzte Projekt.

Das zukünftige Rückhaltebecken umfasst ein Volumen von rund drei Millionen Kubikmeter. Sein Schutz wirkt auf insgesamt 23 Kilometern Länge. Die Baumaßnahmen dauern von September 2014 bis Dezember 2019 und umfassen ein Investitionsvolumen von 19,5 Millionen Euro. Während von Bundesseite 45 Prozent der Kosten übernommen werden, finanziert das Land Kärnten 37,5 Prozent sowie der Wasserverband Glan 17,5 Prozent des Projekts.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Holub
Redaktion: Schäfermeier/Rauber/Sternig
Fotohinweis: LPD/fritzpress