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POLITIK

Wichtige Förderung in Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe vor Beschlussfassung

14.11.2014
LHStv.in Prettner: Früherkennung, Präventionsarbeit und maßgeschneiderte Unterstützungsangebote über AVS Kärnten
In der kommenden Regierungssitzung legt Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner dem Regierungskollegium fünf Akte zur Beschlussfassung vor, die anhand von Förderungen die wichtigen Leistungen der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens (AVS) im Auftrag des Landes Kärnten sichern sollen. Die Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens bietet im Auftrag des Landes eine Reihe von Sozialen Diensten bzw. Ambulanten Beratungsdienten an, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen maßgeschneidert angepasst werden.

„Mit der AVS haben wir in Kärnten einen starken Partner an der Seite, wenn es darum geht, schon im Vorfeld aktiv zu werden, um mögliche Heimaufenthalte abfedern zu können. Die so über die Jahre laufend erweitere Angebotspalette ist aus Kärntens Soziallandschaft nicht mehr wegzudenken“, unterstreicht Prettner die Wichtigkeit der erbrachten Leistungen für die Menschen in Kärnten.
Konkret sollen Förderungen für physiotherapeutische Ambulanzen, ambulante Erziehungshilfe, die Kinder- und Jugenderholungsaktion, den psychologisch-psychotherapeutischen Dienst und den psychosozialen Beratungsdienst mit einem Gesamtvolumen von 5.685.000 Euro beschlossen werden.

Die physiotherapeutischen Ambulanzen mit Sitz in den Bezirkshauptstädten dienen der Früherfassung, Therapie und Beratung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und Entwicklungsstörungen unter Einbeziehung der Eltern bzw. kooperierender Einrichtungen. Je nach Diagnostik werden Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie als Leistungen angeboten. „In den Ambulanzen wurden insgesamt bereits 1.363 Kinder betreut und 19.699 Therapien durchgeführt. Zudem finden über dieses Angebot 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausmaß von 25,7 Vollzeitäquivalenten Beschäftigung“, teilte Prettner mit.

Die ambulante Erziehungshilfe ist eine Einrichtung, die Eltern mit beeinträchtigten Kindern Hilfe anbietet, wobei das Spektrum der angebotenen Leistungen von der Frühförderung bis hin zur Nachbetreuung am Wohnort reicht. Teilbereiche sind die mobile Frühförderung, integrationspädagogische Frühförderung, ambulante Lernförderung oder auch ein Hilfsmittelpool. „In der gesamten ambulanten Erziehungshilfe konnten im Jahr 2013 insgesamt 1.962 Kinder von 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden“, so Prettner.

Die Kinder- und Jugenderholungsaktion richtet sich an gesundheitlich gefährdete und/oder sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 13 Jahren bzw. 14 bis 15 Jahren und ermöglicht einen mehrwöchigen Aufenthalt am Meer oder in den Bergen. Im Jahr 2013 nahmen insgesamt 603 Kinder und Jugendliche dieses Angebot zur Erholung wahr.

Die Arbeit der Psychologisch-Psychotherapeutischen Dienste für Kinder, Jugendliche und Familien legt einen wesentliche Schwerpunkt auf die Prävention und versucht durch möglichst frühes Erkennen einer Symptomatik, entsprechende psychologische Beratungen, Behandlungen oder Therapien einzuleiten. Die psychosozialen Beratungsdienste sind integrative Beratungsstellen für alle Suchtarten und beraten weiters Klientinnen und Klienten mit psychischen Störungen. Auch hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Früherkennung und Präventionsarbeit.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger