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KULTUR

Regierungssitzung 4 – Kulturförderung wird auf neue Beine gestellt

19.11.2014
LR Benger: Erstmals österreichweit anerkanntes Fördersystem in Kärntens Kulturförderung – Transparenz statt Willkür
„Es ist die Aufgabe der Öffentlichkeit, Kultur zu fördern und sie allen zugänglich zu machen. Aber es muss Transparenz und Nachvollziehbarkeit herrschen“, teilte heute, Dienstag, Kulturreferent LR Christian Benger nach der Regierungssitzung mit. In ihr wurden die neuen Spielregeln für Kärntens Kulturförderung präsentiert und beschlossen. Am 1. Jänner 2015 werden sie in Kraft treten.

„Damit sind die alten Zeiten endgültig vorbei, es gibt für alle klare Spielregeln statt Willkür in der Fördervergabe“, so Benger. Außerdem wird, dem Wunsch des Kulturgremiums entsprechend, das Fördersystem unbürokratisch und für die Antragstellen einfach handhabbar. Der neue, einheitliche, Antrag wird über www.kulturchannel.at abrufbar sein.

Neu ist vor allem die Strukturierung für einzelne Kunst-Sparten und es wird das österreichweite LIKUS-System für die Kulturförderung eingeführt. „Damit ist erstmals auch die Vergleichbarkeit mit dem Förderwesen in ganz Österreich gegeben“, erklärte Benger. Zahlreiche kritische Anmerkungen des Landesrechnungshofes werden mit dieser neuen Kulturförderung ebenfalls berücksichtigt. Ebenso werden Einreichtermine festgesetzt, was die Abwicklung der Anträge beschleunigt, zudem muss ein Kärnten-Bezug für jedes Projekt vorgegeben sein.

Die Förderung von Benefizveranstaltungen wird es aus dem Kulturbudget nicht mehr geben, ebenso keine kommerziell ausgerichteten Veranstaltungen. Im Vordergrund steht laut Benger die künstlerische Authentizität. Ebenso werden Doppelförderungen vermieden.

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen beispielsweise auf zeitgenössischem, innovativen künstlerischen Schaffen, auf der gesellschaftspolitischen Relevanz, auf einer inter- und transmedialen künstlerischen Auseinandersetzung, auf nationalen und internationalen Kooperationen und es steht die Förderung von künstlerischem Nachwuchs im Fokus. Auch mehrjährige Verträge für eine bessere Planbarkeit und für die Bestandsgarantie von beispielsweise Festivals sind in den neuen Spielregeln der Kulturförderung verankert.

I N F O: Die einzelnen Kunst-Sparten in der neuen Kulturförderung umfassen: Museen, Archive, Wissenschaft mit dem Schwerpunkt Qualitätsentwicklung, Forschungsarbeiten, Baukulturelles Erbe, Brauchtum und Volkskultur (Richtlinien liegen bereits vor), Literatur mit verstärkter Autorenförderung (Schwerpunkt ist weiterhin das Musil-Institut), Bibliothekswesen (Bestandsaufnahme unter allen Einheiten), Vernetzung zwischen Gemeindebibliotheken, Schulbibliotheken, Landes- und AK-Bibliothek wird langfristig angestrebt, Musik (Eigenkomposition vor Kommerz), Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Foto, Architektur, Film, Kino, Video, Kulturinitiativen und -zentren Ausbildung, Weiterbildung, Internationaler Kulturaustausch.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger