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Kärnten trifft Indien: Klares Ja zu gemeinsamen Chancen und Kooperationen

20.11.2014
LH Kaiser, LR Benger und LR Holub: Indien ist Hoffnungsmarkt für Kärnten – Gegenseitige Kontakte und Wirtschaftsbeziehungen vertiefen
„Carinthia meets India - Kärnten trifft Indien“ lautete das Motto des Wirtschaftssymposiums, das heute, Donnerstag, im Hotel Werzer´s in Pörtschach als erstes in seiner Art über die Bühne ging. Kärnten hat rund 550.000 Einwohner – Indien bzw. der Subkontinent zählt mehr als 1,2 Milliarden Menschen. Was verbindet diese beiden Länder? Welche Chancen bieten sich auf beiden Seiten für die wirtschaftliche Entwicklung, für Investitionen und Partnerschaften, an Export- und Importmöglichkeiten? Vorträge, Interviews, Erfahrungsaustausch und Diskussion über neue Möglichkeiten an Kooperationen standen im Mittelpunkt von „Kärnten trifft Indien“.

Die Austrian Andi Bank, seit Dezember 2013 im Eigentum des indischen Geschäftsmannes Sanjeev Kanoria, bietet – zusammen mit Partnern – mit diesem Symposium eine Brücke zwischen Kärnten und Indien und eine Plattform für die wirtschaftliche und kulturelle Begegnung. Seitens des Landes Kärnten als größtem Kunden der Austrian Anadi Bank nahmen Landeshauptmann Peter Kaiser, Wirtschaftslandesrat Christian Benger und Landesrat Rolf Holub teil, die von Vorstandsvorsitzenden Martin Czurda herzlich begrüßt wurden. Alle Redner strichen die großen Chancen für die Kärntner Wirtschaft am Hoffnungsmarkt Indien hervor und betonten den Wunsch, die Partnerschaft auszubauen. Kanoria und der Landeshauptmann drückten ihre Freude über die gute Kooperation aus. Kanoria skizzierte die spektakuläre Entwicklung Indiens. 65 Prozent der Bevölkerung seien im Alter zwischen 20 und 45 Jahren. Ost und West sollten voneinander profitieren, sagte Kanoria. Er überreichte dem Landeshauptmann ein wertvolles Buch als Geschenk.

Kaiser sagte, dass er bereits als Chef des Jugendherbergsverbandes auch mit Freunden aus Indien zusammengearbeitet und viel von ihnen gelernt habe. Er drückte die Hoffnung aus, die Verbindungen zwischen Kärnten und Indien zu intensivieren. Innovation brauche es, um die Wettbewerbsfähigkeit halten zu können. Weiters bezeichnete er die Mehrsprachigkeit als wichtiges Bildungsziel und informierte über Kärnten als einmaligen Schnittpunkt dreier Kulturen sowie über die grenzüberschreitenden Kooperationen im Alpen-Adria-Raum und mit Partnerregionen. Er hoffe, dass beispielsweise auch die große Filmindustrie Indiens eine Chance für Kärnten bieten könne.

„Wir freuen uns darauf, Kärntens Vorteile als Investitions-, Tourismus- und Wirtschaftsstandort zu präsentieren. Wenn sich Kärnten und Indien treffen, dann eröffnet das auch viele Chancen und Möglichkeiten der Kooperation. Indien sehen wir als neuen Hoffnungsmarkt für die Kärntner Wirtschaft, wollen daher die gegenseitigen Kontakte und Wirtschaftsbeziehungen verstärken“, unterstrich Kaiser. Er hob die erfolgreiche Entwicklung der Austrian Anadi Bank hervor, die aus dem Kauf der Hypo Österreich durch Sanjeev Kanoria hervorging. Das Land Kärnten habe immer auf diese Bank gesetzt, so der Landeshauptmann.

Wirtschaftslandesrat Benger bezeichnete das Symposium als wichtige Plattform für gute Beziehungen, für Vertrauen und für darauf aufbauende gute Geschäfte. Kärnten verstehe sich als Tor nach Südosten und müsse seine Chancen nutzen. Dabei seien Innovation und Kooperation unverzichtbar. Ebenfalls auf die Exportstärke Kärntens verwies auch Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Jeder zweite Euro werde aus dem Export verdient. Es sei wichtig, wechselseitig Brücken zu bauen.

Monika Kircher betonte die Notwendigkeit von Offenheit und Verständnis. Es gebe viele Experten und Studenten aus Indien in Kärnten. Sie wies auch auf die Internationale Schule hin und sagte, dass es darum gehe, Kärnten als Hightech-Region weiter zu entwickeln. Andreas Griesser informierte über die Entwicklungsagentur Kärnten.

Veranstalter des Symposiums waren die Austrian Anadi Bank gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Kärnten, dem Land Kärnten und der Indischen Botschaft in Österreich. Auch der österreichische Wirtschaftsdelegierte in New Delhi Wolfram Moritz und die indische Filmregisseurin Gurinder Chadah sowie Vertreter der indischen Botschaft in Österreich und viele Vertreter von Kärntner Unternehmen, die bereits erfolgreich am indischen Markt tätig sind, waren zum Symposium nach Pörtschach gekommen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Karl Brunner
Fotohinweis: LPD/Just