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HCB-Vorkommen im Görtschitztal: Keine Gefahr für Bevölkerung – Zwei Infohotlines eingerichtet

27.11.2014
LHStv.in Prettner, LR Benger, LR Holub: Weitere umfassende Probenergebnisse werden in zehn Tagen erwartet
In einer noch gestern Abend einberufenen Krisensitzung wurde über die weitere Vorgehensweise betreffend die Feststellung einer HCB-Grenzwertüberschreitung in einzelnen Milchproben aus dem Görtschitztal beratschlagt. Anwesend waren neben Landeshauptmann Peter Kaiser, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, Agrarreferent LR Christian Benger und Umweltreferent LR Rolf Holub auch ein Expertenstab der Verwaltung aus den Bereichen Umweltmedizin, Veterinärmedizin und der Lebensmitteluntersuchungsanstalt.

„Nach dem derzeitigen Wissensstand kam es bei innerbetrieblichen Probenziehungen bei Rohmilch zu einer Überschreitung des HCB-Grenzwertes, die betroffenen Produkte wurden sofort vernichtet und haben den Markt nie erreicht. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr“, betonten heute, Donnerstag, Prettner, Benger und Holub unisono. Seit Bekanntwerden, dass es in der betroffenen Region zu HCB-Belastungen in Milch bzw. Futtermitteln kommen kann, haben die Behörden in koordinierter Vorgehensweise bereits alle notwendigen Schritte eingeleitet, um Lebensmittelsicherheit auch weiterhin garantieren zu können.

Als erste Maßnahmen wurden regelmäßige Selbstkontrollen durch die Betriebe sowie weiterführende Probenziehungen durch die Behörden verordnet. Grenzwertüberschreitungen wurden bei Produkten die an Endverbraucher abgegeben wurden nicht nachgewiesen, bestätigten bereits gestern, Mittwoch, auch die Experten des Landes.

Durch das rasche Einschreiten der zuständigen Umweltbehörde wurden mögliche Emittenten ermittelt und wurde sofort sicher gestellt, dass es in der Region zu keinen weiteren HCB-Emissionen mehr kommen kann. „Auf die grenzwertüberschreitende Probe wurde entsprechend schnell und professionell reagiert, um eine Gefährdung der Bevölkerung ausschließen zu können“, betonte Holub. Es können keine weiteren Schadstoffe in die Luft gelangen, von der Behörde werden durch laufende Messprogramme weitere Maßnahmen evaluiert, damit solche Emissionen in Hinkunft nicht mehr vorkommen können. Gegen die Verursacher ist mit aller Strenge vorzugehen“, so Holub.

Weitere Proben seitens der Behörde seien bereits gezogen worden, wie Prettner bestätigte. „Wir erwarten uns die umfassenden Ergebnisse aller zu prüfenden Bereiche bereits in den nächsten zehn Tagen, dann wird entschieden, wie hier weiter vorgegangen wird. Was jedoch jetzt schon gesagt werden kann ist, dass sämtliche Trinkwasserproben unbedenklich waren und sind“, so Prettner.

„Als absolut unrealistisch ist eine kolportierte Schadstoffaufnahme über die Luft einzustufen“, so Holub. „Alle bedenklichen Futtermittel wurden bereits ausgetauscht und kein beanstandetes Produkt gelangt bzw. gelangte in den Handel“, führte Benger aus.

Die Regierungsmitglieder sowie die Experten des Landes warnen vor übereilter Panikmache und stellten nochmals klar: „Es gibt keine Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung“.

Sollten innerhalb der Bevölkerung jedoch Unsicherheiten auftreten, wurden auf Vorschlag von Gesundheitsreferentin Prettner Servicehotlines bei der Veterinärdirektion und Landesanitätsdirektion eingerichtet.

I N F O: Unter der Telefonnummer 050 536 15205 erhält man Informationen zu technischen Detailfragen. Fragen betreffend möglicher umweltmedizinischer Auswirkungen werden unter der Nummer 050 536 15121 beantwortet.


Rückfragehinweis: Büros LHStv.in Prettner, LR Benger, LR Holub
Redaktion: Schmied/Robitsch/Holub/Zeitlinger