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HCB im Görtschitztal 6 - Montag wird Bürgerbeirat informiert - Gesundheits- und Umweltexperten in Wietersdorf

29.11.2014
LH Kaiser: Volle Transparenz, konsequente Fehleranalyse – LR Prettner: Infohotline rund um die Uhr besetzt –Infoblatt wird erstellt - LR Holub: Wietersdorfer Werk müssen alle Daten offenlegen - LR Benger: Maßnahmenkatalog für Landwirte und Milchbauern
Ein ersten Statusbericht im Auftrag von Landeshauptmann Peter Kaiser über getroffene Maßnahmen und die Lage im Görtschitztal nach Bekanntgabe der HCB-Fälle gab heute, Samstag, Landeskoordinator Albert Kreiner bekannt.

„Seitdem der Fall bekannt wurde, habe ich mich für volle Transparenz, eine konsequente Fehleranalyse und umfassende Information eingesetzt. Es ist wichtig die Bevölkerung zu informieren, ihr zur Seite zu stehen und für sie Maßnahmen zu treffen“, betonte der Landeshauptmann.

Wie Kreiner mitteilte seien bis dato 54 Lebensmittelproben 75 Futtermittelproben und elf Bodenproben gezogen worden. Von den 62 ausgewerteten Futtermittelproben, sie betreffen nicht nur Heu sondern auch Silagen, wiesen acht erhöhe Werte auf. „Sie werden ordnungsgemäß entsorgt und nicht vor Ort verbrannt“ teilte Kreiner mit.

Weiters wurden heute vorläufige Ergebnisse von 16 Rohmilch-Einzelproben, sie stammen von den 35 Milchbauern in der betroffenen Region, vorgelegt. In den Proben war HCB nicht nachweisbar. Über den Beginn der Milchlieferungen wird Anfang nächster Woche entschieden, sagte Kreiner. Die völlige Unbedenklichkeit muss erst bei weiteren Tests bestätigt werden.

Keinerlei bedenkliche Werte wurden bisher bei Fleisch festgestellt. Aus diesem Grund sind auch keine Probeschlachtungen erforderlich, sondern es erfolge die Untersuchung des Fleisches bei der regulären Schlachtung, und es werde im Einzelfall über die Freigabe entschieden. Unbedenklich sind auch Milchprodukte und Lebensmittel aus dem regionalen Handel. Die Bodenproben befinden sich gegenwärtig noch in Auswertung. Mit den Ergebnissen ist in den nächsten Tagen zu rechnen“, so der Landesjurist.

Im Auftrag von Prettner wird die Landessanitätsdirektion am Montag eine Handlungs bzw. Empfehlungsanleitung für den Gebrauch von Lebensmitteln, Obst und Gemüse auflegen. Zudem verwies die Gesundheitsreferentin auf die bereits von der Sanitätsdirektion eingerichtete Hotline (050 536 15121) für Bürgeranfragen. „Sie bleibt weiter rund um die Uhr besetzt“, so Prettner. Zudem werden in ihrem Auftrag am Montag bei der Sitzung des Bürgerbeirates (17 Uhr, Wietersdorf.) auch Gesundheitsexperten der Landessanitätsdirektion vor Ort sein um die Bevölkerung zu informieren. “Der Schutz der Gesundheit der Menschen hat jetzt oberste Priorität. so Prettner.

Umweltreferent Rolf Holub forderte heute die Wietersdorfer Zementwerke zur Veröffentlichung sämtlicher relevanten Informationen und Dokumente bezüglich des HCB-Einsatzes und der Emissionen auf. Im Rahmen der angeordneten Sonder-Umweltinspektion werde derzeit vom Land weiter an einer umfassenden Erhebung gearbeitet, seitens des Landes werde darüber hinaus mit der Veröffentlichung von relevanten Daten bereits für Transparenz gesorgt.

Als ein verantwortlicher Emittent hätten die Wietersdorfer Zementwerke eine erhebliche Bringschuld gegenüber der Bevölkerung, der sie unverzüglich nachzukommen habe, so Holub: „Es geht um die volle Aufklärung zum Schutz der Bevölkerung. Ich fordere eine transparente Informationskommunikation und Bekanntgabe von Maßnahmen die seitens w&p gegenüber den Görtschitztalerinnen und Görtschitztalern gesetzt werden.

Laut Agrarreferent LR Christian Benger wurde für die Milchbauern und Landwirte ein Maßnahmenkatalog von der Veterinärbehörde ausgearbeitet und auch dem HCB-Koordinator des Landes übermittelt. In Form eines Infoblattes wurde der Maßnahmenkatalog nun an sämtliche Landwirte im Görtschitztal ebenfalls übermittelt. Laut dem Agrarreferenten ist die Auszahlung des Milchgeldes gesichert.


Rückfragehinweis Büros LH Kaiser, LHSTv.in Prettner, , LR Benger, LR Holub
Redaktion: Michael Zeitlinger