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HCB im Görtschitztal 7 - Bisher festgestellte Bodenprobenwerte sind unauffällig

30.11.2014
LH Kaiser: Morgen, Montag, Gespräche mit allen zuständigen Referenten - LHStv.in Prettner: Talärzte erhalten Fachinformation - LR Holub: Bevölkerung hat Anspruch auf Antworten - LR Benger: Information für Landwirte geht weiter
Über die neuesten Messergebnisse und weitere getroffene Maßnahmen im Görtschitztal informierte heute, Sonntag, im Auftrag von Landeshauptmann Peter Kaiser erneut Landeskoordinator Albert Kreiner.

LH Peter Kaiser gab bekannt, dass es morgen Montag auf politischer Ebene ein Abstimmungsgespräch mit den zuständigen Referenten LHStv.in Beate Prettner, Agrarreferent LR Christian Benger und Umweltreferent LR Rolf Holub geben werde. „Ich will damit erreichen, dass einerseits alle Maßnahmen über politische Grenzen hinweg abgestimmt getroffen werden und nach Außen hin klargestellt wird, dass jedes Regierungsmitglied mit den zuständigen Beamten am selben Ziel dem Schutze der Bevölkerung arbeitet“, betonte Kaiser.

Im Juni 2014 wurden von der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit der Landwirtschaftsabteilung des Landes an den sogenannten Hotspots, an welchen verstärkte HCB-Belastungen vermutet wurden, Bodenproben gezogen. Pro Hektar wurden mindestens 200 Einstiche für die Probenziehung durchgeführt um eine repräsentative Aussage zu erhalten. Sieben solcher Proben wurden bereits untersucht. „Die Bewertung der Ergebnisse wurde nunmehr durch einen Fachexperten durchgeführt und stellen einen weiteren Schritt zur Entspannung der Situation dar“, teilten Kaiser und Kreiner mit. „Es wird weiterhin alles getan für die Sicherheit der Bevölkerung und es wird auch weiterhin Bodenproben geben“, so Kaiser.

Sämtliche Ergebnisse der Bodenproben zeigen, dass im Vergleich zur Bodenzustandsinventur in Kärnten, wo an 100 unterschiedlichen Standorten auch HCB analysiert wurde, die jetzt festgestellten Werte unauffällig sind. Überdies wurde ein Vergleich zur deutschen Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung gezogen. Der Prüfwert dieser Verordnung bezieht sich auf die sensibelste Nutzung als Kinderspielfläche bei 4 mg/kg. „Der Prüfwert in dieser Verordnung ist um das 4.000 fache höher als der höchste in einer Görtschitztaler Bodenprobe festgestellte Wert“, berichtete Kreiner.

Auch der Vergleich mit dem Referenzwert der Holland Liste 94 zeigt das der Boden im Görtschitztal multifunktional nutzbar ist. Um jedoch völlige Sicherheit zu erlangen, wurden elf weitere Proben auch an anderen Referenzpunkten in Kärnten gezogen. Sie sollen durch die Vergleichbarkeit der Kärntner Böden untereinander eine letztliche Beurteilung der Böden im Tal ermöglichen.

Wie Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner mittteilte, ist es beabsichtigt, dass die Ärzteschaft im Tal, ab morgen Montag, für ihre Patientengespräche seitens der Landesanitätsdirektion die dafür erforderlichen spezifischen Informationen zur Verfügung gestellt erhält.

Neben den von Umweltreferenten LR Rolf Holub bereits beauftragten lückenlosen Untersuchungen mittels einer Sonder-Umweltinspektion und der von ihm gesetzten Aufklärungsschritte sollen alle dazu relevanten Fragen, welche die Bevölkerung beschäftigen, in öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden können. „Die Bevölkerung des Tales hat nicht nur einen Anspruch auf Transparenz, sondern auch auf umfassende Antworten ihrer Fragen“, so Holub.

„Die Information für die Landwirte in der Region geht weiter. Alle Varianten bis hin zum persönlichen Gespräch werden von mir genutzt“, teilte Agrarreferent LR Christian Benger mit. Für ihn habe die Untersuchung der Rohprodukte und Futtermittel bei den jeweiligen Prüfstellen höchste Priorität, weil man konkrete Ergbnisse so rasch wie möglich brauche. „Es darf keine Verzögerungen geben“, betonte Benger.

Sämtliche Regierungsmitglieder betonten unisono, dass alles dafür getan werde, um auch die geringsten Zweifel und Unsicherheiten in der Causa zu klären.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Prettner, LR Benger, LR Holub
Redaktion: Michael Zeitlinger