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HCB im Görtschitztal 8 – Leichte Entwarnung

01.12.2014
LH Kaiser: Keine Gefahr in Luft, Wasser, Boden und in Verkehr befindlicher Milch – Gesundheit der Menschen des Görtschitztales uneingeschränkt im Mittelpunkt
 „Die Situation der Menschen im Görtschitztal, ihre Gesundheit, ihr Sicherheitsgefühl stehen für uns uneingeschränkt im Mittelpunkt“, betonte Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Montag. Er hatte zur HCB-Belastung ein Gespräch mit Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, Agrarlandesrat Christian Benger und Umweltlandesrat Rolf Holub einberufen. Dabei sollten zweifelsfrei alle Verantwortlichkeiten festgestellt sowie alle fachlichen Informationen auf den Tisch gelegt und weitere Schritte festgelegt werden, wie er im Anschluss den Medien berichtete. Der Landeshauptmann konnte jedenfalls „leichte Entwarnungen in verschiedenen Bereichen“ geben, „die eingeleiteten Maßnahmen zeigen Wirkung, die Gefährdung ist am Abklingen“.

Kaiser erklärte, dass es die erste HCB-Grenzwertüberschreitung erst am 24. November gegeben habe, diese sei über die Unterabteilung Veterinärwesen mitgeteilt worden. Zuvor habe es zwar Auffälligkeiten, jedoch keine Grenzwertüberschreitungen gegeben. Der Emittent scheine jedenfalls festzustehen, diesbezüglich sei die Staatsanwaltschaft bereits tätig geworden. Obwohl es keine entsprechenden Emissionen mehr gebe, führe man zum Schutz der Bevölkerung weiter Messungen durch, betonte der Landeshauptmann. Die Görtschitztalerinnen und Görtschitztaler wolle man durch tägliche Kommuniqués über die Gemeinden, Medien und Bezirksbehörden umfassend und laufend informieren.

Der Landeshauptmann konnte mitteilen, dass es seit 7. November – als die Mitverbrennung von Blaukalk als HCB-verursachenden Abfall eingestellt wurde – keine Gefährdung mehr in der Luft gebe. Tägliche Proben würden zeigen, dass es auch im Wasser keine Gefahr gebe. Die Werte aus Bodenproben würden im österreichweiten Durchschnitt liegen, auch hier bestehe also keine Gefahr. Kaiser betonte weiters, dass Milch, die im Verkehr ist, absolut unbedenklich sei. Die vielen Fragen aus der Bevölkerung wolle man gemeinsam mit Experten bearbeiten und kompetent beantworten. Basierend auf Daten und Fakten wolle man die Menschen rasch beruhigen. In „absoluter Transparenz“ seien auch alle Informationen auf der Homepage des Landes unter www.ktn.gv.at zu finden.

Wie Kaiser weiters sagte, wolle man „in selbstkritischer Weise“ feststellen, ob man die jetzige Situation hätte verhindern können. In der morgigen Regierungssitzung werde man sich mit der Berichtstruktur und Berichtspflicht befassen. Bei Auffälligkeiten mit Multikausalität sei jedenfalls eine referatsübergreifende Zusammenarbeit unabdingbar. Bei jeglichen Grenzwertüberschreitungen müsse der politische Referent zwingend informiert werden, im Falle von umweltrelevanten Grenzwertüberschreitungen ebenso die Bevölkerung.

Warum es am 7. November keine Information der Bevölkerung gegeben hat, beantwortete der Koordinator in dieser Causa, Abteilungsleiter Albert Kreiner. Damals habe man bei der Abstimmung aller Dienststellen festgelegt, dass es keine gesicherte Grenzwertüberschreitungen gebe und es noch zu früh für eine Information der Menschen sei. Man sei übereingekommen, genauere Untersuchungen abzuwarten. Zur Kalkdeponie in Brückl erklärte Kreiner, dass diese Altlast seit Jahrzehnten ständig beobachtet werde. Sollte es dort zu Auffälligkeiten kommen, würde sofort behördlich eingegriffen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: Büro LH Kaiser