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POLITIK

Regierungssitzung 3 – Erste Ergebnisse der Proben aus Görtschitztal

02.12.2014
47 gezogene Proben brachten drei Betriebe mit massiven Grenzwertüberschreitungen – Sieben Betriebe liegen im Grenzwertbereich – Hinweise auf Schwarzhandel mit Blaukalk
Alle Berichte und alle Verdachtsmomente werden derzeit der Staatsanwaltschaft als dafür geeignete Körperschaft zur Verfügung gestellt“, berichtete Landeshauptmann Peter Kaiser zur „Prima Causa - HCB-Belastung im Görtschitztal“. Beschlossen habe man heute, Dienstag, in der Regierungssitzung auch die „Antireisswolfverordnung“, um sicher zu stellen, dass keine Informationen oder Akten mehr vernichtet werden können.

„Eine klare Verordnung soll garantieren, dass keine Akten mehr zerstört werden wie es in der letzten Regierungsperiode passiert ist, sondern dass eine Aufbewahrungspflicht besteht“, sagte Kaiser. Die Bevölkerung des Tales habe jedenfalls Anspruch auf Transparenz und Antworten auf alle ihrer Fragen. Der Landeshauptmann versicherte wiederum, dass die Gesundheit und das Sicherheitsgefühl der Menschen im Görtschitztal nach wie vor uneingeschränkt im Mittelpunkt stünden.

Agrarreferent LR Christian Benger stellte den Ablauf in seiner Chronologie dar. „Am 25. November ist die HCB-Grenzwertüberschreitung amtlich zur Kenntnis gebracht worden, am 26. November wurden Maßnahmen für Futter und Fleisch erarbeitet.“ Informationen seien schriftlich an Betroffene ergangen und der Landesrat sei auch vor Ort gewesen, um die Bauern zu informieren. Die Beprobung der Milch habe erste Priorität gehabt und würde auch schneller gehen, so Benger. „Von den 47 Proben, die am 28. November gezogen wurden gibt es derzeit 31 Ergebnisse, stündlich ist mit weiteren Ergebnissen zu rechnen“, berichtete der Agrarreferent. Festgestellt worden sei, dass es bei drei Betrieben massive Grenzwertüberschreitungen gebe (0,02 bis 0,029 Milligramm pro Kilogramm Milch) und bei sieben Betrieben die Werte im Grenzbereich liegen würden (0,01 bis 0,19). „Hier wird die Milch weiter entsorgt und beprobt“, betonte Benger. Für 21 Betriebe gebe es Entwarnung, die Beprobung der Futtermittel sei umgehend angeordnet worden und sei ebenfalls im Laufen.

Umweltreferent LR Rolf Holub berichtete, dass auf Grund der Kontermination noch andere Verursacher zu vermuten seien. „Bei mir sind Hinweise eingegangen, dass Blaukalk schwarz gehandelt worden sei.“ Auch Vertragungen seien möglich. Alle Informationen würden sofort an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden, damit kein Risiko mehr eingegangen werde. „Eine Berichterstattung im Görtschitztal wird es geben sobald die Endergebnisse da sind, aber es wird alles genauestens untersucht und Kärnten wird danach sauberer sein“


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Benger, LR Holub
Redaktion: Ulli Sternig