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Inklusive Bildung ist in Kärnten gesichert

03.12.2014
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig: Ausreichend Mittel im Schulbaufonds - Bauliche Adaptierungen an Kärntens Schulen bereits eingeleitet
Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenkonvention 2008 hat sich Österreich verpflichtet, für Kinder mit Behinderung ein inklusives Bildungssystem mit Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Einzelnen an Grundschulen und weiterführenden Schulen umzusetzen.

„Das Recht auf inklusive Bildung besagt, dass es für alle Kinder und junge Menschen ungeachtet ihrer Situation oder ihrer Unterschiede möglich ist, zusammen zu lernen“, unterstrich heute, Mittwoch, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Die baulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Inklusion werden über den Schulbaufonds finanziert“, teilte Schaunig mit.

„Die Bewältigung von Individualität und die Umsetzung von Gleichberechtigung und Teilhabe sind zwei wesentliche Herausforderungen, mit denen wir uns in Zukunft konzeptionell und pädagogisch noch stärker auseinandersetzen werden“, bestätigte Bildungsreferent LH Peter Kaiser.

Das Inklusionskonzept für Kärnten beruht auf der Einführung eines inklusiven Bildungs- und Betreuungssystems mit dezentraler Ausrichtung, welches eine wohnortnahe Ausbildung und Versorgung von Menschen mit Behinderung ohne Separierung ermöglicht. In jedem Bezirk sollen an bestimmten Regelschulen (Volksschulen, Neuen Mittelschulen) Kleinklassen für maximal sieben Schüler mit Behinderung einschließlich Therapie und Nachmittagsbetreuung angeschlossen werden.

Die baulichen Umbauten und Adaptierungen zur Schaffung der räumlichen Voraussetzungen an den Inklusionsstandorten werden zu 100 Prozent vom Land Kärnten getragen. „Der Kärntner Schulbaufonds erhielt für 2014 bereits eine zusätzliche Dotation von 720.000 Euro,. Für 2015 werden 360.000 Euro und für 2016 ebenfalls 360.000 Euro zur Verfügung gestellt. Diese Mittel werden dem Schulbaufonds aus dem Landesbudget zugeführt und sind ausschließlich für den Inklusionsbereich zu verwenden“, informierte die Finanzreferentin.

Bauliche Adaptierungen wurden an folgenden Schulen eingeleitet: Volksschule und Neue Mittelschule Kühnsdorf, VS/NMS St. Veit/Glan, VS/NMS Friesach, VS Hermagor, die als Integrationsklasse gesichert werden. Weiters werden auch die weiteren Planungen zum Neuaufbau der Standorte an der VS 10 Klagenfurt (Waidmannsdorf) und an der Neuen Mittelschule genehmigt. Im Rahmen der Planung bzw. Umsetzung des Projektes wurde für den Bezirk Wolfsberg der Schulstandort Bildungszentrum Wolfsberg - Volksschule ausgewählt.

Für gesamt Kärnten wurden die Kosten mit 2,16 Millionen Euro geschätzt. Die Grundausstattung der Klassen- und Nebenräume erfolgt über den Schulerhalter. Die Finanzierung des Therapieraumes übernimmt die Sozialabteilung, die Ausstattung wird über die AVS abgewickelt.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LHSTv.in Schaunig
Redaktion: Schäfermeier/Kohlweis/Zeitlinger