News

POLITIK

Zwischenfall in Ukraine AKW: LH Kaiser ordnet sofortige Info-Maßnahmen an

03.12.2014
Sind in Verbindung mit Bundeswarnzentrale und Lebensministerium“ – Derzeit keine gesicherten Informationen aber auch keine unmittelbare Gefahr
Nach dem bekanntwerden eines Zwischenfalls im ukrainischen AKW Saporischschja (Zaporizhzhia) hat Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser unverzüglich die Kontaktaufnahme mit den Bundesbehörden angeordnet.

"Der Strahlenschutzbeauftragte des Landes, Dr. Rudolf Weissitsch, ist seitdem in ständigem Kontakt mit dem Lebensministerium, unser Sicherheitsbeauftragter Markus Hudobnik mit der Bundeswarnzentrale“, so Kaiser, der die Vorgehensweise als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet.

Derzeit würde es noch keine gesicherten Informationen aus der Ukraine geben. Laut telefonischer Auskunft der ukrainischen Botschaft in Wien soll sich der Zwischenfall gemäß der ukrainischen Aufsichtsbehörde im nichtnuklearen Bereich der Anlage ereignet haben und „es bestehe kein Anlass zur Sorge“.

„Trotzdem ist es gerade auch aufgrund jüngster Vorfälle und insbesondere im Zusammenhang mit Atomkraftwerken wichtig, sofort zu reagieren und alle entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Dazu gehört auch die Information der Bevölkerung, damit im Fall der Fälle bereits eine entsprechende Sensibilisierung im Vorfeld weitere Maßnahmen erleichtert“, so Kaiser.

Darüber hinaus zeige die Aufregung durch den Zwischenfall einmal mehr, dass Atomkraftwerke keine vertrauenswürdigen Energieproduzenten sind und sich Atomkraft einfach nicht wie es nötig wäre zu 100 Prozent beherrschen lasse. „Umso wichtiger wird es sein, dass sich die Politik verstärkt für ein atomfreies Europa einsetzt. Das muss nicht nur die heimische Politik sondern auch die EU, die mit der Förderung des britischen AKW Hinkley Point ein völlig falsches Signal gesetzt hat, erkennen“, so Kaiser.

Das AKW Saporischschja ist das größte seiner Art in der Ukraine und eines der größten in Europa. Es befindet sich rund 2000 Kilometer Luftlinie von Kärnten entfernt.

Rückfragehinweis: Dr. Rudolf Weissitsch, Strahlenschutzbeauftragter, Tel.: 0664/8053615061


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Zeitlinger