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POLITIK

Tourismustag als Start in die neue Strategie

03.12.2014
LR Benger: Tourismusexperte Christoph Engl begleitet Strategie-Prozess für Kärntens Tourismus – Start morgen, Donnerstag, beim Kärntner Tourismustag
„Wir lernen von den Besten. Wir haben Tourismusexperten Christoph Engl für Kärntens Tourismusstrategie gewonnen. Der Startschuss fällt morgen, Donnerstag, am Kärntner Tourismustag“, berichtet Tourismuslandesrat Christian Benger heute, Mittwoch. Engl, ehemaliger Chef der Südtirol Marketing GmbH, wirkt heute bei der Agentur Brand Trust und war federführend an der Einführung der Dachmarke Südtirol beteiligt. Kunden von Brand Trust sind u.a. die Stadt München, die Tourismusorte St. Moritz und Kitzbühel, Tourismusregionen wie das Pustertal oder das Engadin sowie Unternehmen wie Rauch, Iglo oder Uniqua.

Engl betreut die Erarbeitung der Tourismusstrategie in Kärnten gemeinsam mit Deborah Zani. In einem breit aufgestellten Workshop werden laut Benger morgen von 10 bis 14 Uhr Inhalt, Zeitplan sowie die Steuerungsgruppe für die Tourismusstrategie festgelegt. Der offizielle Teil des Tourismustages findet von 14 bis 17 Uhr in der Blumenhalle St. Veit statt. Engl wird morgen die Zukunftsszenarien für eine touristische Zukunftsstrategie umreißen, die strategische Steuerung von Destinationen näher bringen und die Megatrends der Zukunft erläutern.
„Das Zielbild Kärnten 2035, notwendige Investitionen auf Betriebsebene, die Erfolgsfaktoren für die Unternehmer sowie die Entwicklungsbarrieren im Kärntner Tourismus werden in den nächsten Wochen und Monaten erarbeitet“, sagt Benger weiters. Die Ziele sind laut Benger klar: Kärnten brauche klare Verantwortungen, klare Strukturen in der Organisation und Aufgabenteilung im Tourismus auf Landesebene. Immerhin gebe es mit der Kärntner Landesregierung, der Kärnten Werbung GmbH, der Tourismusholding und der Kärntner Landesholding, dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds mehrere Institutionen, die im Tourismus Zuständigkeiten haben.

„Die Tourismusstrategie muss so einfach und präzise formuliert und auf das Wesentlichste komprimiert sein, dass auf allen Ebenen der Leistungsträger volles Verständnis dafür gegeben ist. Keine wissenschaftliche Abhandlung, die in einer Schublade landet, wie bisher“, betont Benger. Die Förder- und Standortpolitik sowie die Mitteldotation im Gesamtsystem mit den Fragen, was, wann, wo und durch wen investiert werden sollte, müssten ebenso festgelegt werden. Weitere Ziele seien die Erarbeitung eines touristischen Selbstverständnisses des Landes. „Wir brauchen Antworten, was wir künftig tun wollen und was wir nicht tun sollen“, so Benger.
Weiteres Ziel ist die Festlegung der öffentlichen Investitionen, der Leuchtturmprojekte und Schlechtwetterprojekte, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Der Aufbau von Erlebnisräumen sowie die Festlegung der notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen seien ebenso Teil der Tourismusstrategie.
Zum Ablauf berichtet Benger: „Ein fixes Projektteam, bestehend aus 15 Personen begleitet den ganzen Prozess. Die relevanten Entscheidungsträger und Verantwortungsträger aller Wirtschaftsbranchen werden bereits im Vorfeld einbezogen.“ Nach einer breit angelegten Analyse (Recherchen und Einzelgespräche) sind drei konzentrierte Tagesworkshops geplant. Danach soll die Differenzierung Kärntens zu Mitbewerbern herausgearbeitet werden und im Vergleich zu ihnen geprüft werden, wie glaubwürdig und zukunftsfähig Kärntens touristisches Profil ist.

Im dritten Workshop werden klare Leitplanken für die Umsetzung gesetzt – damit alle autonom handelnden Entscheidungsträger selbst überprüfen können, ob ihre Aktivitäten im Sinne der Gesamtstrategie sind. Bei der Gestaltung des Prozesses ist die Einbindung der Systempartner im Tourismus wichtig, also eine intensive interdisziplinäre und branchenübergreifende Vernetzung. Dauer der Arbeitsphase: Jänner 2015 bis Juni 2015.

Programm Kärntner Tourismustag


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm