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HCB im Görtschitztal 14 - Maßnahmen werden gebündelt und verstärkt

05.12.2014
LH Kaiser wird Bund offiziell um Hilfe bitten: Brauchen zusätzliche Infrastruktur und Personal – Umfassendes Maßnahmenbündel soll Bevölkerung Sicherheit geben – Gesundheitsuntersuchungen vor Ort werden koordiniert
In der Causa der HCB-Umweltbelastung im Görtschitztal macht Landeshauptmann Peter Kaiser jetzt Druck. Im Rahmen des heutigen Krisengipfels mit Regierungskollegen und Fachbeamten stellte Kaiser unmissverständlich klar, dass schleunigst alles zu tun sei, um den Menschen im Görtschitztal Sicherheit und Vertrauen zu geben. Um die Schlagzahl erhöhen zu können, wird Kaiser die Bundesregierung offiziell um Unterstützung bitten. "Wir brauchen zusätzliche Infrastrukturen, beispielsweise Messgeräte, ebenso auch mehr Personal", so Kaiser, der die Probennahmen so weit wie irgend möglich ausdehnen will. Weiters wird auf seine Anordnung hin u.a. ein Untersuchungskonzept für die verunsicherte Bevölkerung erarbeitet. "Das umfasst beispielsweise Blut- und Muttermilchtests aber auch Beratungsgespräche", so Kaiser. Die Untersuchungen vor Ort sollen Anfang nächster Woche zur Verfügung stehen. In dem Bereich wird gerade an einer Koordination zwischen Bezirkshauptmannschaften, Amtsärzten, der KABEG sowie der AVS gearbeitet.

Zusätzlich werden alle zur Verfügung stehenden Betriebsbücher der Donau-Chemie ebenso wie der Wietersdorfer Zementfabrik genau geprüft, um zu ergründen seit wann wie viel Blaukalk an-, abgeliefert und verbrannt wurde. Auch Fichtennadelproben sowie Asche aus den Biomasseheizwerke, Fische und Klärschlamm werden verstärkt untersucht.

"Solange wir keine definitiven, amtlichen, Ergebnisse haben, die uns und der Bevölkerung die absolute Sicherheit geben, bleibt die Warnung vor Verzehr von Lebensmitteln aus der Region Görtschitztal aufrecht. Ich bitte die Menschen im eigenen Interesse, dieser Warnung jedenfalls Gehör zu schenken", so der Landeshauptmann.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Sternig