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HCB im Görtschitztal 22 - Experten berichten über das Vorangehen der Probenauswertungen

08.12.2014
„Wir arbeiten derzeit auf Hochtouren und haben auch am Wochenende Proben entnommen“.
Die Experten des Landes berichteten bei der Infoveranstaltung in Sachen HCB heute, Montag, über ihre Arbeit im Rahmen der Krisenkoordination des Landes Kärnten. „Die Milch in der HCB über dem Grenzwert nachgewiesen wird, muss entsorgt werden. Messungen finden alle zehn Tage statt, um gesicherte Informationen zu erhalten“, erklärte Holger Remer, Leiter der Unterabteilung Veterinärwesen. Das Fleisch von Tieren werde zudem untersucht.

Der Leiter der Agrarabteilung, Gerhard Hofer, berichtete, dass bis zum 17. November 70 amtliche Futtermittelproben gezogen wurden, vier Ergebnisse seien noch ausständig. In 15 Proben wurden erhöhte HCB-Werte festgestellt. Auf Basis des Futtermittelgesetzes wird das kontaminierte Futter entsorgt. Zudem wurden gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer 18 Bodenproben entnommen. „Diese sind alle unbedenklich“, erklärte Hofer.

Günther Vogl von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt erklärte, dass bisher 144 amtliche Proben von Lebensmitteln gezogen wurden, deren Ergebnisse weitestgehend ausstehen würden (98). „Das Trinkwasser kann unbedenklich getrunken werden. In Milch wurde bekanntlich HCB nachgewiesen, diese wird entsorgt.

Alfred Dutzler von der Lebensmittelinspektion betreibt derzeit Ursachenforschung, wie das HCB in Lebensmittel gelangt ist. Betroffen seien ausschließlich Biobauern. Die geografische Ausweitung habe vor allem mit dem Luftstrom zu tun. „Wir arbeiten derzeit auf Hochtouren und haben auch über das Wochenende Proben entnommen“, so Dutzler.

Laut Harald Tschabuschnig von der Umweltabteilung wurden von seinen Mitarbeitern Luftemissionen- und immissionen überprüft, die Ergebnisse sind deutlich unter den Grenzwerten. Zudem werden derzeit Fichtennadeln, Klärschlamm und Fische untersucht. „Die Untersuchungen beim Zementwerk W&P werden verstärkt weitergeführt“, so Tschabuschnig.

Landessanitätsdirektorin Elisabeth Oberleitner ist derzeit dabei alle Befunde zu sammeln und gemeinsam mit der Med-Uni Wien auszuwerten. „Die Warnung vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus dem Görtschitztal bleibt aufrecht. Ab Donnerstag besteht für die Menschen die Möglichkeit ihr Blut untersuchen zu lassen, wenn diese es wünschen. Ebenso wichtig sind die eingeplanten Beratungsgespräche vor Ort. Genauere Informationen werden wir rechtzeitig bekannt geben“, erklärte Oberleitner.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: GAK