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Kärntner Traditionsunternehmen Wigo-Haus ist gerettet

09.12.2014
LH Kaiser: Schachnerhaus übernimmt Wigo-Haus und hat Know-how – Neue Perspektiven für 100 ehemalige Wigo-Mitarbeiter
Die steirische Firma Schachnerhaus GmbH. aus Niederöblarn übernimmt mit Ende des Jahres den seit 2013 insolventen Mitbewerber Wigo-Haus. Diese für die heimische Wirtschaft erfreuliche Mitteilung gaben heute, Montag, im Rahmen einer Presskonferenz in Klagenfurt Landeshauptmann Peter Kaiser, die Investoren Günter Kerbler und Florin Diaconu und Schachnerhaus-Geschäftsführer Gerald Schreiner im Beisein von Feldkirchens Bürgermeister Robert Strießnig und Landtagsabgeordnetem Herwig Seiser bekannt.

„Nach den zielorientierten und amikalen Gesprächen, sie begannen vor zweieinhalb Monaten und in sie war auch die Stadt Feldkirchen eingebunden , bringt die Übernahme eine Reihe von Vorteilen für Kärnten, die Region, die Investoren und die neue Firma“, betonte der Landeshauptmann. Schachnerhaus plane Neues und Großes und habe Know-how. Feldkirchen biete durch seine Nähe zu Slowenien, Italien und Südtirol Standortvorteile und für die ehemaligen 100 Firmenmitarbeiter gebe es eine Perspektive und sie würden wertvolle Assets und Erfahrung einbringen.

Der Landeshauptmann hob auch die Bedeutung der Firmenrettung für den Kärnten Arbeitsmarkt hervor. „Heute gibt es einmal zur Abwechslung gute Nachrichten für Kärnten. Kärnten als Holzland streckt seine Hand aus zu weiteren Kooperationen“, stellte Kaiser fest. Der Kärntner Landeshauptmann sieht daneben auch Vorteile für das Bundesland Kärnten und die Region Feldkirchen: „Wir freuen uns, dass durch die Übernahme des Kärntner Traditionsunternehmens neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gerade in Zeiten, in denen die Abwanderung vom Land in die Ballungszentren boomt, begrüßen wir es sehr, dass Arbeitsplätze geschaffen werden. Das wirkt sich auch positiv auf die Region aus“, so Kaiser.

Rund drei Millionen Euro wenden Immobilieninvestor Günter Kerbler und der gebürtige Rumäne und Bauunternehmer Florin Diaconu auf, um das Unternehmen zu sanieren. Ebenso sind zusätzliche Investitionen in den Maschinenpark und die Infrastruktur geplant. „Die Synergien mit Schachnerhaus sowie der Möbelfirma Gruber & Schlager liegen auf der Hand. Wir beide konzentrieren uns auf das große Ganze und bündeln Ressourcen in einer Hand und das möglichst effizient“, betonten Kerbler und Diaconu. Konkret kann Schachnerhaus von der fortschrittlichen technischen Forschung von Wigo-Haus profitieren. „Durch die Wiederaufnahme der Produktion werden bei Wigo-Haus wiederum Arbeitsplätze gesichert", so Kerbler.

Die Funktion der Geschäftsführung übernehmen die beiden Schachnerhaus-Geschäftsführer Gerald Schreiner und Alexander Zartl. Die Inbetriebnahme des Werkes soll Mitte Jänner, anfänglich mit 30 Mitarbeitern, erfolgen und je nach Auftragslage soll die Mitarbeiterzahl danach sukzessive erhöht werden. Schreiner erhofft sich von der Übernahme nicht nur eine Expansion in die umliegenden Nachbarländer Slowenien, Italien und Südtirol. Der Zusammenschluss habe für Schachnerhaus einige Vorteile. „Wir profitieren von den Synergien, der Arbeitsweise ebenso wie von der Qualität der ehemaligen Wigo-Mitarbeiter. Wir wollen den Einfamilienhaus Sektor weiter forcieren und zudem Beton-Fertighäuser produzieren“, nannte der Geschäftsführer auch angedachte Firmenstrategien. Das geplante Produktionsziel in den nächsten 18 bis 24 Monaten sollen 120 Einfamilienhäuser sein. In den nächsten fünf Jahren soll die Produktionspalette 75 Prozent Betonobjektbauten und 25 Prozent Holzeinfamilienhäuser ausmachen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Schachnerhaus GmbH
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/Gerd Eggenberger