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Neue Struktur für Kärntner Naturparke

15.12.2014
LR Ragger: Durch vereinheitlichte Parkstrukturen alle Synergien ausnützen und noch professioneller arbeiten – Ist die Natur gesund, freut sich der Mensch
Die beiden Kärnten Naturparke Dobratsch und Weißensee bekommen ab Jänner 2015 eine neue Struktur. „Wir haben als erstes Bundesland Österreichs die Strukturen der unterschiedlichen Schutzgebietsverwaltungen vereinheitlicht und können nunmehr alle Synergien ausnützen und noch professioneller arbeiten“, erklärte dazu Naturparklandesrat Christian Ragger heute, Montag. „Kärnten kann mit Recht stolz auf seine Natur sein. In Gästebefragungen wird die unberührte und geschützte Naturlandschaft als Hauptgrund für die Buchung des Kärntenurlaubs angeführt. Auch für unsere Kinder und Enkelkinder ist es wichtig, diesen (Natur)Schatz zu bewahren“, so Ragger im gemeinsamen Pressegespräch mit dem Naturpark Dobratsch-Vorsitzenden, Stadtrat Harald Sobe, und dem Vorsitzenden des Naturparks Weißensee, Franz Schier.

Neben dem Biosphärenpark Nockberge, der im Dezember 2012 per Gesetz eine neue Struktur erhielt, und dem Nationalpark Hohe Tauern, ist es nunmehr in intensiven Verhandlungen mit den Naturparkgemeinden gelungen, die beiden Naturparke Dobratsch und Weißensee in Vereine überzuführen. „Die Naturparke Dobratsch und Weißensee werden ab 2015 als Vereine geführt. Bei den Vereinsstatuten haben wir uns den Nationalpark und den Biosphärenpark als Vorbild genommen, aber auch die spezifischen Naturpark-Besonderheiten berücksichtigt“, führte Ragger aus.

Eine umfassende Analyse der österreichischen Naturparke hat ergeben, dass die Naturpark-Arbeit idealerweise in Form eines Vereins organisiert ist. Damit kann die in Naturparken so wichtige Einbindung der Naturparkgemeinden, aber auch der Bevölkerung, bestmöglich erreicht werden. Der Naturpark-Rat, ein Beratungsgremium aus Vertretern der Grundbesitzer, Bewirtschafter, Hotelerie, Gewerbe, Tourismus und Naturpark-Partnern, bildet die Basis für die Naturpark-Arbeit. „Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass die Naturparke auch künftig verschiedene Förderungen ansprechen können. Bereits in der Vergangenheit ist es unseren Naturparken gelungen, EU-Mittel aus den Bereichen Naturschutz (ELER), regionale Entwicklung (Leader), Zusammenarbeit mit anderen Ländern (Interreg) und Klimaschutz (klima:aktiv) zu lukrieren. Um den neuen Richtlinien gerecht zu werden, wurde nunmehr die Vereinsstruktur geschaffen“, so der Naturparkreferent.

„Für die Naturparkgemeinden ist bei den neuen Vereinen vor allem wichtig, dass wir weiterhin unsere Interessen und Wünsche sowie unsere regionalen Naturpark-Initiativen umsetzen und selbst gestalten können. Gleichzeitig freut es uns, dass es gelungen ist, das Land Kärnten und LR Ragger als Partner im Verein zu haben. Damit sollte die Naturpark-Arbeit einfacher und direkter möglich sein“, betonte Stadtrat Sobe.

„Unser Naturpark Weißensee ist Naturpark des Jahres 2014, eine Auszeichnung für die hervorragende Arbeit, die wir in den letzten acht Jahren geleistet haben. Das konnten wir aber nur durch die enge und gute Zusammenarbeit vieler engagierter Persönlichkeiten erreichen. Wir hoffen, dass dies mit der neuen Struktur auch möglich sein wird, vor allem der Naturpark-Rat wird die Aufgabe haben, den Naturpark-Gedanken noch besser in der Bevölkerung zu verankern“, so Schier.

„Derzeit finden gerade die konkreten Maßnahmenplanungen für das Jahr 2015 statt und hier wird in den beiden Naturparken in allen vier Säulen (Schutz, Bildung, Erholung und regionale Entwicklung) wieder einiges geboten“, freute sich Ragger.


Rückfragehinweis: Büro LR Ragger
Redaktion: Reiter/Böhm