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HCB im Görtschitztal 33 - Vom Verzehr von Fischen aus Görtschitz wird weiterhin abgeraten

19.12.2014
Fischereireferent LR Köfer: Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme
Nach dem Eintreffen der eingesandten Proben kann derzeit noch keine Entwarnung gegeben werden. Drei von fünf Proben, von den Entnahmestellen in Hüttenberg, Wieting und Brückl ergaben erfreulicherweise keine messbaren HCB Ergebnisse. Die Fische werden auch auf Quecksilber getestet, diese Ergebnisse liegen aber noch nicht vor. Zwei Proben ergaben jedoch erhöhte HCB-Messwerte. Eine Untersuchung der Ursache wurde eingeleitet, teilte heute, Freitag, Fischereireferent LR Gerhard Köfer mit.

Die Probe aus Wietersdorf weist einen HCB-Wert von 0.019 mg/kg in der Leber auf, im Muskelgewebe konnte HCB nicht nachgewiesen werden. Die Probe aus Eberstein ergab jedoch einen erhöhten Wert von 0,05 mg/kg in der Leber und eine Belastung von 0,017 mg/kg im Muskelgewebe. Im Lebensmittelrecht wird ein Grenzwert von 0,025mg/kg als „für den menschlichen Verzehr geeignet“ angegeben.

Da man aber diese Situation vor dem Gesamtbild betrachten muss, ersucht Köfer weiterhin, von einem Verzehr von Fischen aus der Görtschitz Abstand zu nehmen. „Leider gibt es noch keine totale Entwarnung. Um der Ursache für die HCB-Belastung auf den Grund zu gehen, werden wir nun die Wasserproben analysieren lassen“, teilte er mit.

Zugute kommt, dass es derzeit eine Schonzeit für die Bachforelle gibt. Mit 1.Januar tritt ebenfalls die Schonzeit für die Regenbogenforelle in Kraft, die bis zum 31.März andauert. „Wir werden vor Ende der Schonzeit nochmals Proben aus der Görtschitz zu einer umfassenden Untersuchung auf eine Belastung durch Umweltgifte an ein Labor übergeben. Nur wenn sich diese Proben als unbelastet zeigen, kann eine umfassende Entwarnung gegeben werden“, so Köfer.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Penz/Zeitlinger