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KULTUR

Orchesterakademie Kärnten wird Realität

07.01.2015
LH Kaiser: Optimale Ausbildungschancen fürs Orchestermusizieren - LR Benger: Musikalische Jugend soll gefordert und gefördert werden
Im Medienraum des Amtes der Kärntner Landesregierung präsentierten heute, Mittwoch, Bildungsreferent LH Peter Kaiser und Kulturreferent LR Christian Benger gemeinsam mit Peter Töplitzer (Unterabteilung Koordination Musikschulen und Konservatorium) und Musikvereins-Vorstand Christian Liebhauser Karl die neue Orchesterakademie Kärnten. Die Grundidee von ihr: Das Land will jungen Nachwuchsmusikerinnen und -musikern in Kärnten und im Alpen-Adria Raum die Chance bieten, eine nachhaltige und hochqualifizierte Ausbildung im Orchestermusizieren zu bekommen.

„Mit der Orchesterakademie Kärnten soll bewiesen werden, dass Kärnten nicht nur ein Land der Sänger, sondern auch ein Orchesterland ist. Wir wollen junge Musiker nachhaltig fördern, gleichzeitig die Internationalität der Musik im Alpen-Adria Raum forcieren und eine Plattform des Dialoges und des kulturellen Austausches schaffen“, sagte der Landeshauptmann. Gleichzeitig betonte er, dass bereits vorhandene Synergien in neuen Strukturen zusammengefasst würden und man damit jungen Leuten, die sich der Musik verschrieben haben, eine Perspektive geben wolle. „Ich bin mir sicher, dass sich mit der Akademie die orchestrale Qualität erhöhen wird. Das Konzept, welches auf drei Ausbildungsstufen aufgebaut ist, ist gut durchdacht. Für das vorerst auf drei Jahre ausgelegte Projekt sind finanzielle Mittel von 144.000 Euro vorgesehen. Für die Eltern fallen keine Kosten an.“, so Kaiser.

Für Kulturlandesrat Christian Benger wird mit der Orchesterakademie eine Kärntner Talenteschmiede geschaffen.“ Kärntner musikalische Rohdiamanten werden ab nun hier geschliffen. Wir wollen mit ihr die musikalische Jugend fordern und fördern“. Der Kulturlandesrat ist sich sicher, dass für einige Musikerinnen und Musiker sogar eine professionelle Musikerkarriere möglich sei. Benger hob auch die regionalen Gegebenheiten der Akademie hervor. Die Regionalorchester seien besonders wichtig, da es vorrangiges Ziel sein müsse, das kulturelle Leben in den Regionen aufrecht zu erhalten.

Laut Töplitzer ist ein dreistufiger Aufbau der Orchesterakademie - von der regionalen über die Alpen-Adria-Ebene bis zu internationalen Ebene - geplant. 250 Musikerinnen und Musiker werden pro Jahr in einem der vier Orchester Platz finden. Zwei Regionalorchester bieten die Basisausbildung für Anfänger. Der Unterricht soll durch Lehrende aus den Musikschulen des Landes Kärnten, der Glasbena šola sowie Gastdozenten diverser Musikhochschulen und Orchester in den Regionen erfolgen. Die Intensivproben finden in Ossiach statt. Pro Jahr sind zwei Konzerte, eines in der Region und eines in Ossiach, geplant.Laut Liebhauser Karl wolle man jungen Musikern eine Bühne bieten, sie fördern und zu Leistung motivieren. „Die derzeitigen Musikschulstandorte in Kärnten bergen viel Potential“, so das Musikvereins-Vorstandsmitglied.

Weiters soll ein Alpen-Adria Jugendsinfonieorchester aufgebaut werden, bei der Kärntnerinnen und Kärntner mit Musikschülern aus Friaul-Julisch Venetien und Slowenien aktiv sind. Die höchste Ausbildungsstufe mündet in einem „Euro Symphony Orchester. Internationale Gastdozenten sollen mit dem Orchester arbeiten, als künstlerischer Leiter fungiert Ernest Hötzl. Die künstlerische und pädagogische Leitung liegt bei Peter Töplitzer.

Organisiert wird die Orchesterakademie Kärnten von Land bzw. Musikschulen, dem Musikverein, der Carinthischen Musikakademie (CMA) und der SFK Symphony.


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser, LR Benger
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD/fritz-press