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KULTUR

Regierungssitzung 2 - Absicherung der Kärntner regionalen Museen

13.01.2015
LR Benger: Kärntens Regionalmuseen erhalten erstmals mehrjähriges Fördermodell – Absicherung und Stärkung der Kultur-Infrastruktur in Tälern und Regionen
Der heutige Dienstag ist laut Kulturlandesrat Christian Benger ein guter Tag für die zehn Kärntner Regionalmuseen, die das Österreichische Museumsgütesiegel tragen. „In der Regierung wurde ein mehrjähriges Fördermodell für die Museen in den Tälern und Regionen beschlossen. Erstmals geben wir damit der Kultur-Infrastruktur Planungssicherheit und Bestandsgarantie“, erklärte Benger die Beweggründe. Auch sollen der Idealismus und das Engagement der Betreiber der Kultureinrichtungen damit unterstützt werden, immerhin würden durch diese Initiativen wertvolle Sammlungsbestände gesichert, wie beispielsweise im Gailtaler Heimatmuseum mit der Sammlung Essl oder im Werner Berg Museum in Bleiburg.

Damit einhergehen würden aber auch Transparenz in der Förderpraxis sowie eine Qualitätssicherung, denn die Förderung sei klar an Qualitätskriterien gebunden. „Kultur ist keine Sache der Zentralräume, Kultur kennt keine Grenzen, keine Einschränkung und sie muss für jede und jeden zugänglich sein. Deshalb müssen wir sie auch abseits der Zentralräume erhalten“, sagte Benger.

Jedes der zehn regionalen Museen erhalte künftig einen Sockelbetrag von 10.000 Euro. Für besondere Maßnahmen sei eine Förderung, die über den Sockelbetrag hinausgeht, geplant. Jene Museen, die bis dato mehr als 10.000 Euro erhalten hätten, würden einer Evaluation unterzogen, informierte Benger. „Es wurden auch Kriterien ausgearbeitet für die Förderungen über den Sockelbeitrag hinaus. Auch hier herrscht absolute Klarheit und Transparenz, was es bisher nicht gab“, so der Kulturreferent. Sonderausstellungen, Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, Vermittlungsprojekte, eine zeitgemäße Sammlungspräsentation, also bauliche Maßnahmen dafür, Projekte zur Restaurierung und Konservierung und viele mehr würden zu diesen Kriterien zählen.

Nicht ausgeschlossen seien aber auch die regionalen Museen, die derzeit nicht das Österreichische Museumsgütesiegel tragen würden. Vielfach hätten sie überregionale und inhaltliche Bedeutung für Kärntens Kulturlandschaft. „Sie erhalten ebenso die Basisförderung, werden aber dazu angehalten, das Österreichische Museumsgütesiegel innerhalb des Förderzeitraumes zu erreichen, um dann auch weiterhin die Basisförderung zu bekommen“, betonte Benger.

Die mehrjährige Förderung werde über die Kulturabteilung abgewickelt. Das Jahr 2015 gelte als Übergangsjahr in dem es noch keine Einreichfristen gebe. Einreichtermin für 2016 sei der 31. Oktober 2015. „In der Regierungssitzung wurde beschlossen, dass 360.000 Euro im Kulturbudget vorgesehen sind.“

Weiters sei im Regierungssitzungsakt festgehalten, dass in den letzten Jahren zahlreiche Museen aus dem Gemeindereferat unterstützt worden seien, um die regionale kulturelle Infrastruktur weiterhin sicher zu stellen. „Diese Kofinanzierung soll weiter geführt werden“, so der Kulturlandesrat.

Regionale Museen mit dem Öst. Museumsgütesiegel:
Nostalgiebahnen – Museum Historama, Ferlach
Museum für Volkskultur, Schloss Porcia Spittal
Gailtaler Heimatmuseum, Hermagor
Museum 1915-1918, Kötschach Mauthen mit Freilichtmuseum am Plöckenpass
Auer von Welsbach Museum, Althofen
Heinrich Harrer Museum, Hüttenberg
Museum St. Veit
Werner Berg Museum, Bleiburg
Museum im Lavanthaus, Wolfsberg
Archäologisches Pilgermuseum, Globasnitz

Regionale Museen, die noch nicht das Öst. Museumsgütesiegel tragen:
Verein Pankratium, Gmünd
Keltenweg Frög, Rosegg
Museum des Nötscher Kreises
Büchsenmacher und Jagdmuseum, Ferlach
Museum der Stadt Villach
Evangelisches Diözesanmuseum
Schatzkammer Gurk


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig