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POLITIK

Angekündigter Ärztestreik wäre fatales Signal an Patientinnen und Patienten

15.01.2015
LHStv.in Prettner: Appell an Berufsethos der Ärzteschaft – Land bekennt sich zu marktkonformer Entlohnung
Der für morgen, Freitag, von Ärztekammerpräsident Josef Huber medial angekündigte Ärztestreik wäre ein fatales Signal an die Patientinnen und Patienten, warnte heute, Donnerstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner und appellierte an das Berufsethos der Ärzteschaft.

„Mit dem neuen Entlohnungsmodell für die Kärntner Spitalsärzte bekennt sich das Land Kärnten zu einer marktkonformen Entlohnung, zudem werden die neue Arbeitszeitrichtlinie und weiterführende betriebsinterne Maßnahmen zu einer Arbeitsentlastung und damit auch zu einer Attraktivierung des Arbeitsplatzes Krankenhaus führen. Dass nun trotz verkürzter Arbeitszeit, Qualitätsverbesserungen und mehr Gehalt der Streik ausgerufen wird, erzeugt ein Bild in der Öffentlichkeit, das nur noch schwer argumentierbar sein wird, dem Ansehen des Berufsbildes enormen Schaden zufügen kann und die Frage nach parteipolitischer Motivation in den Raum stellt“, so Prettner.

Durch die derzeit an den Tag gelegte populistische Vorgehensweise der Ärztekammervertreter laufe man Gefahr, das Vertrauensverhältnis der Bevölkerung in die Ärzteschaft und den positiven Ruf des Standortes nachhaltig zu schädigen. „Seitens des Landes wurde das maximal Mögliche angeboten, um den Spitalsärzten entgegen zu kommen. Das steirische Modell, das nun auf Kärnten umgelegt werden soll wurde nicht nur von den Vertretern der Ärztekammer selbst ins Spiel gebracht, sondern wurde auch von der Österreichischen Ärztekammer lobend hervorgehoben“, erinnerte Prettner.

Bedauerlicherweise wurde aber die Einladung des Landes zur Mitarbeit an der Weiterentwicklung des Modells für spezifische Kärntner Themen, wie höhere Einstiegsgehälter, von der Ärztekammer mehrmals ausgeschlagen. „Mit Kompromisslosigkeit ist niemandem geholfen, am wenigsten den Patientinnen und Patienten und auch der Ärzteschaft nicht“, richtete Prettner einen Appell der Vernunft an die Vertreter der Ärztekammer.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger