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POLITIK

Kammerumlage der Ärztekammer bis zur Facharztausbildung senken bzw. aussetzten

17.01.2015
LHStv.in Prettner: Forderung des Landes nach höheren Einstiegsgehältern wurde von Ärztekammer in Verhandlungen nicht berücksichtigt

Die neu entdeckte Sorge der Ärztekammervertreter um die Einstiegsgehälter der JungmedizinerInnen erzeuge in der aktuellen Gehaltsdebatte eine gehörig schiefe Optik, stellte heute, Samstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner mit einiger Verwunderung fest.

Immerhin war es in den geführten Verhandlungen stets eine der Hauptforderungen von Landeshauptmann Peter Kaiser und mir, dass ein neues Gehaltsmodell der Spitalsärzte deutliche Verbesserungen in der Gehaltsstruktur speziell für Jungärztinnen und Jungärzte berücksichtigen muss. Die diesbezüglichen Vorstöße des Landes wurden jedoch von den Verhandlern der Ärztekammer abgelehnt“, zeigte Prettner die offensichtliche Doppelmoral der Verhandlungsführer gegenüber den Jungmedizinerinnen und Jungmedizinern auf.

Da sich die Ärztekammervertreter aktuell jedoch offensichtlich wieder der Frage nach höheren Einstiegsgehältern bewusst geworden sind, bringt Prettner nun einen innovativen Vorschlag zur Debatte: „Die mit elf Prozent bezifferte und monatlich an die Ärztekammer abzuführende Kammerumlage muss für Jungärztinnen und –ärzte gesenkt werden. Bei einem Grundgehalt von 3.000 Euro machen die elf Prozent immerhin 330 Euro monatlich aus und wirken sich so empfindlich auf das Einstiegsgehalt aus“, so Prettner. Mit diesem Entgegenkommen könnte die Ärztekammer tatsächlich unter Beweis stellen, wie wertvoll ihnen die Jungärztinnen und –ärzte sind. „Wenn sich die Ärztekammer schon in den Verhandlungen mit dem Land nicht für bessere Einstiegsgehälter stark gemacht hat, so könnte sie dieses Versäumnis jetzt nachholen, indem sie die Kammerumlage bis zur Facharztausbildung senkt oder gänzlich aussetzt“, erklärte Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Zeitlinger