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LH Kaiser: Kärnten geht solidarisch und zukunftsfroh ins neue Jahr

19.01.2015
Gemeinsamer Neujahrsempfang der Kärntner Landesregierung unter dem Motto „Kärnten – Land zum Leben, Land zum (Ver-)Lieben“
Der zweite gemeinsame Neujahrsempfang der Kärntner Landesregierung stand heute, Montagabend, im Casineum Velden unter dem Motto „Kärnten - Land zum Leben, Land zum (Ver-)Lieben“. Der Empfang spiegelte auch tatsächlich eine positive Stimmung und große Zuversicht wider. Landeshauptmann Peter Kaiser, seine Stellvertreterinnen LHStv.in Beate Prettner und LHStv.in Gaby Schaunig sowie die Landesräte Christian Benger, Rolf Holub und Gerhard Köfer übermittelten den rund 1.000 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, Sport, Kultur und Gesellschaft ihre Glückwünsche für 2015.

Der Landeshauptmann nahm Bezug auf das Motto und betonte, dass die politische Perspektive trotz Problemen von Hypo bis zu HCB breiter gefasst werden müsse und es viele gemeinsame Erfolge gebe. Die Bereiche Arbeit, Wirtschaft, Bildung, Forschung, solidarische Gesellschaft und gelebte Interregionalität in einer der schönsten und sichersten Region dieser Welt bedürften besonderer politischer Zuwendung.

Mit dem AMS und den Sozialpartnern seien gezielte Arbeitsmarktmaßnahmen wie z.B. AkademikerInnenförderung, Territorialer Beschäftigungspakt mit Jugendschwerpunkt, Winterbauoffensive in Angriff genommen worden. Die Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand belegen würden auch gemeinsame Infrastrukturschwerpunktsetzungen mit der ÖBB, der ASFINAG oder dem KWF, so Kaiser. Er erwähnte weiters den erfreulichen Rückgang der Jugenderwerbslosenrate und die erstmalige Steigerung der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch habe es ca. 30 Unternehmensansiedlungen mit 250 neuen Arbeitsplätzen gegeben.

Der Landeshauptmann verwies auf weitere Erfolge, wie die Beteiligung des Landes Kärnten am Joanneum Research, der Ausbau der Partnerschaft von RWE und dem Land, die Errichtung des High Tech Campus in Villach, das Josef Ressl Forschungsinstitutes an der FH.

Kärnten sei auch Vorreiter im Entwicklungsverbund Süd/Ost bei der PädagogInnenausbildung Neu oder beim Ausbau des LAKE SIDE PARKS, wodurch das Land seine Zukunftsfähigkeit zeige und sich bemühe, die F&E Quote auf drei Prozent zu erhöhen. Denn, wie es der Joanneum Research-Geschäftsführer Wolfgang Pribyl feststellt: „Forschung und Entwicklung ist Zukunft und Innovation. Die Forschung von heute sichert die Lebensqualität von morgen“. Zahlreiche internationale Konzerne wie INFINEON, MONDI, TCW, MAHLE, MERCK, FLEXTRONICS, usw würden die innovative Kraft Kärntens, seiner Firmen und Betriebe und seiner MitarbeiterInnen unterstreichen.

„Investitionen in den elementarpädagogischen Bereich genauso wie in ein modernen Bildungsprinzipien folgendes Schulsystem mit stetig auszubauenden Ganztagesschulformen, die Entwicklung der Schulen von Lern- zu Lebensräumen unter stetiger Einbeziehung der Musikschulen sowie kultureller und sportlicher Aktivitäten, sind bestens angelegte Steuergelder mit großem volkswirtschaftlichen Nutzen“, erklärte Kaiser. Internationale Orientierung, auch mittels Sprachenschwerpunkte, die optimale Vermittlung und der Erwerb geistiger, manueller und sozial-gesellschaftlicher Kompetenzen sind für den Landeshauptmann unabdingbare Voraussetzungen in einer sich rapide entwickelnden und verändernden Arbeits- und Lebenswelt. Ebenso unterstütze das Land auch eine entsprechende Pilotfabrik im Hinblick auf Industrie 4.0. „Fit in die und fit für die Zukunft gilt für alle Politik- und somit Gesellschaftsfelder“, so Kaiser.

Kärnten beweise mit der Orchesterakademie, dem neu geschaffenen Olympiazentrum, dem zukunftsorientierten Energie Masterplan, Neuakzentuierungen im Wohnbau sowie der Forcierung des öffentlichen Verkehrs und verwaltungsinterner Reformvorhaben seine Möglichkeiten. Permanent bemühe man sich um Effizienz- und Effektivitätssteigerung in den Landesgesellschaften und -beteiligungen und ebenso um Optimierungen verwaltungstechnischer Prozesse, durch sozialpartnerschaftliche Initiativen werde das „Kärnten Cockpit“ fortgesetzt. Wichtig sei ebenfalls das einmütige Bekenntnis aller relevanten Kräfte, mittels Bestbieter das Billigstbieterprinzip zu ersetzen, weil dies die heimische Wirtschaft und Produktion stärke.

„Besonders hervorzuheben ist die enge Kooperation mit der ÖBB und der ASFINAG, die zu den größten Investoren in den Ausbau von Schienen- und Straßeninfrastrukturen in Kärnten zählen. Insbesondere die Baltisch-Adriatische Achse, im Rahmen der Trans Europäischen Netze rückt Kärnten in den Mittelpunkt zukünftiger Warentransporte und dies in ökologisch verträglicher Form“, unterstrich Kaiser. Kärntens Wirtschaft brauche diese Impulse ebenso wie eine Verstärkung seiner internationalen und interregionalen Aktivitäten. Der Landeshauptmann nannte diesem Zusammenhang die Donaustrategie, die Alpen-Adria-Allianz und die Euregio, dies alles bedeute für Kärnten große Chancen. „Nützen wir EU-Programme, grenzüberschreitende Aktivitäten, INTERREG-Projekte und die neugewonnene Offenheit unseres Landes. Zeigen wir, dass wir aus Krisensituationen lernen und gestärkt hervorgehen, dass wir unbeirrbar vorhandene Stärken weiterentwickeln und Schwachstellen ausmerzen“, appellierte der Landeshauptmann und mahnte aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.

Das Jahr 2015 ist eines mit vielen Jubiläen: 1815 Wiener Kongress – Neuordnung Europas nach napoleonischen Kriegen; 1915 – 1. Weltkrieg – Eintritt Italiens – Kärnten wird Kriegsgebiet; 1945 – Ende 2. Weltkrieg; 1955 – Österreichischer Staatsvertrag; 1995 – Beitritt Österreichs zur Europäischen Union. Das offizielle Kärnten werde daher auch 2015 in würdiger und inhaltlich ausgerichteter Form dem genannten Motto folgend seine Gedenkveranstaltungen begehen, so Kaiser.

Der Landeshauptmann appellierte an die Gemeinsamkeit, zu einer positiven Entwicklung Kärntens beizutragen. „Selbstbewusst und doch bescheiden, heimatverbunden und gleichzeitig interkulturell motiviert, nachhaltig wohlstandsmehrend ohne auf die Schwächeren in der Gesellschaft zu vergessen, solidarisch und zukunftsfroh – so geht unser Bundesland nach seiner Vorsitzperiode in der 2. Jahreshälfte 2014 in ein neues und erfolgreiches Jahr 2015“.

Im Interview mit Moderatorin Sonja Kleindienst teilten die Regierungsmitglieder ihre Pläne und Ziele mit. Sie betonten die Gemeinsamkeit innerhalb der Regierung, die sich auch in diesem Empfang ausdrücke.

LHStv. Beate Prettner wies darauf hin, dass es schon viele Reformen in den Bereichen Gesundheit und Soziales gegeben habe, diese werde man weiterentwickeln. Neu einführen möchte sie eine Drehscheibe als neues Service für Jugendlich. Kärnten zeichne sich durch Vielfalt aus, Frauen könnten sich hier wohlfühlen. Vieles sei in Frauenhand, vom ORF über Printmedien, Banken, Polizei bis zur HTL Ferlach, so Prettner.

LHStv.in Gaby Schaunig sagte, dass sie stolz auf Kärnten und seine Menschen sei. Als Schwerpunkte fürs kommende Jahr erwähnte sie modernste Technologieförderung, wie Lakside-Lab, das Joanneum-Research, FH und Universität. Es sei ein Rundumpaket an neuen Technologien und in Zukunft müsse auch Kärnten bei Industrie 4.0 vorne dabeisein.

Landesrat Christian Benger sagte, er sei fasziniert vom Lachen und der Fröhlichkeit in Kärnten und davon, dass es Menschen gibt, die etwas tun wollen. Dabei hob er die ehrenamtlich tätigen Menschen und auch die Chöre hervor. Brauchtum sei die Seele Kärntens, dies gehöre gestärkt. Es gebe auch großartige Filmschaffende. In der Wirtschaft wolle er die Start-ups und Kreativszene stärke, so Benger.

LR Rolf Holub betonte auch die Schönheit des Landes, es sei schön, in Kärnten in der Früh aus dem Haus zu gehen. „Wir kämpfen für eine saubere Umwelt und saubere Politik. Es ist toll, gemeinsam mit LH Kaiser etwas Positives für Kärnten erreichen zu wollen“, sagte Holub.

Landesrat Gerhard Köfer wies darauf hin, dass der Straßenbau in Kärntensehr transparent, effizient und leistungsfähig sei. Man schaffe es, aus Wenigem viel zu machen. „Wir wollen einen Beitrag leisten und eingebunden werden, um Kärnten stärker zu machen“, so Köfer .

Für die musikalische Unterhaltung sorgten der Kärntner Landesjugendchor unter der Leitung von Bernhard Wolfsgruber und Siegi Hofmann sowie die Kelag BIGband unter der Leitung von Hans Lassnig und Michael Wandaller.

Stellvertretend für die vielen Ehrengäste wurde Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk begrüßt. Gekommen waren unter anderen Bundesrätin Ana Blatnik, Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und sein Stellvertreter Markus Matschek, Generalvikar Engelbert Guggenberger, Superintendent Manfred Sauer, Botschafter Valery Voronetsky (Republik Belarus), die Honorarkonsulen Robert Rogner, Wolfgang Lattacher,, Otmar Petschnig, Bernd Hesse, Wolfgang Mandl, Albert Ferdinand Sammer (Polen), Erich Wagner und Wolfgang Röhrs, Wirtschaftsrat Dmitry Belabrodsky (Belarus), Landesrat Roberto Ciambetti (Veneto), Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Landesholding-Chef Hans Schönegger, ORF-Stiftungsrat Sigi Neuschitzer, Militärkommandant Walter Gitschtaler, die Sportler Paco Wrolich und Joe Tiger Pachler, Doppelolympiasieger Markus Salcher, Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik, IV-Präsident Christoph Kulterer, ASKÖ-Präsident Anton Leikam, Vorstand Reinhard Mittermaier (Klinikum), Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl, Landwirtschaftskammerpräsident Johann Mößler, Nationalparkdirektor Peter Rupitsch, Behindertenanwältin Isabella Scheiflinger, Landesarchivdirektor Wilhelm Wadl, Kleine Zeitung-CR Antonia Gössinger , Krone-CR Hannes Mößlacher, Heinz Stritzl, ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard, Landesjägermeister Ferdinand Gorton, Rechnungshofdirektor Günter Bauer, KWF-Vorstand Erhard Juritsch, Landesgerichtspräsident Bernd Lutschounig, Rotkreuzpräsident Peter Ambrozy, die Volksgruppenvertreter Bernard Sadovnik und Marjan Sturm, AMS-Landesgeschäftsführer Franz Zewell und Filmproduzent Klaus Graf. Dabei waren auch zahlreiche Landtagsabgeordnete, Bezirkshauptleute, Bürgermeister und viele Vertreter von Blaulichtorganisationen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig/kb
Fotos. LPD/fritzpress