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WIRTSCHAFT

Wirtschaftsschwerpunkt 2015: Kreativwirtschaft und Startups

21.01.2015
LR Benger setzt mit 215.000 Euro einen Schwerpunkt für die Kreativwirtschaft und die Startups.
„Bisher wurden die Kreativwirtschaft und die Startups von der Wirtschaftspolitik des Landes nicht gewürdigt und nicht gefördert. Dabei ist es der dynamischst wachsende Bereich weltweit und andere Bundesländer sind uns weit voraus“, begründet Wirtschaftslandesrat Christian Benger den wirtschaftspolitischen Schwerpunkt für das Jahr 2015. Die traditionelle Wirtschaft könne sich ohne die moderne Wirtschaft nicht weiterentwickeln. Laut Benger würde der Wirtschaftsmotor ins Stottern geraten, wenn Kärnten nicht endlich eine Schubkraft für diesen Bereich entwickle.
„Die Kreativwirtschaft und die Startups sind die Brücke zwischen traditioneller und moderner Wirtschaft. Sie sind ein Standortfaktor und entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes“, betont Benger.
Die Kreativwirtschaft und die Startups würden moderne, junge Arbeitsplätze schaffen und der Jugend damit auch eine entsprechende Perspektive bieten. „Vorarlberg hat es geschafft. Mit einem Angebot für die Kreativwirtschaft, sind die Jungen wieder zurück in die Heimat gekommen, arbeiten und bieten Jobs im Ländle“, erklärt Benger.

Die Ziele des Schwerpunkts im Jahr 2015 seine daher klar: Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes werde gestärkt, das Arbeitsplatz-Potenzial erweitert und der modernen Wirtschaft werde die Tür geöffnet, damit sich die traditionelle Wirtschaft weiter entwickeln kann. „Kärnten braucht junge, kreative Unternehmen, die für frischen Wind und Wachstum sorgen. Kreativwirtschaft und Startups sind der Motor für unsere wirtschaftliche Entwicklung“, so Benger.

215.000 Euro werden im Wirtschaftsreferat dafür bereitgestellt. Es geht laut Benger jedoch nicht um die traditionelle Wirtschaftsförderung. Es werden Maßnahmen unterstützt, übergreifende Initiativen, um das Umfeld, die Rahmenbedingungen für die moderne Wirtschaft zu verbessern, um Kärnten zu einem modernen Wirtschaftsstandort zu machen. „Jetzt ist es an der Zeit, die Energie der KreativunternehmerInnen im Land zu bündeln. Das Schwerpunktjahr 2015 verspricht viel.
Ich wünsche mir langfristige Maßnahmen, die vor allem den Wert von kreativen Leistungen kommunizieren und dafür ein Bewusstsein schaffen. Sowie eine höhere Sichtbarkeit der KreativunternehmerInnen in den Stadtzentren und Ortschaften“, sagt Barbara Abel, stv. Vorsitzende der creativ wirtschaft austria.

„Im Dialog mit den Kreativen und den innovativen Gründern kam klar heraus, dass eine Wirtschaftsförderung der zweite Schritt ist. An erster Stelle steht die Bewusstseinsschaffung für die Wirtschaftskraft dieses Segmentes in der Wirtschaft generell und in der Bevölkerung“, sagt Benger.
Weiters soll mit diesem Geld die Vernetzung mit anderen Wirtschaftsbereichen vorangetrieben werden, der Zugang zu neuen Märkten ermöglicht werden und Infrastruktur geschaffen werden. „Wir unterstützen Projekte, die den Bereich Kreativwirtschaft und Startups ankurbeln, die aufmerksam machen auf diesen Bereich, die darstellen, dass eine wirtschaftliche Weiterentwicklung ohne sie nicht möglich ist“, hält Benger fest.

Fakten Deutschland:
250.000 Unternehmen
145 Milliarden Euro Umsatz
Über 1 Million Erwerbstätige
2,4 % der Brutto-Wertschöpfung

Fakten Österreich:
40.000 Betriebe
140.000 Beschäftigte
20 Milliarden Euro Umsatz
3,9 % der Bruttowertschöpfung
Durchschnittliche Unternehmensgröße 3,6 Beschäftigte

Fakten Kärnten:
1.770 Betriebe
5.000 Beschäftigte
480 Millionen Euro Umsatz
220 Millionen Euro Bruttowertschöpfung

BEISPIELE für Maßnahmen, die aus dem Wirtschaftsreferat unterstützt werden:
Vernetzung
o Regional und international – Fact finding Mission Bsp. Berlin im Mai
o Ständiger Know-How-Austausch
o Int. Bewusstsein für moderne Wirtschaft schaffen
o Positionierung als zukunftsfähiger Wirtschaftsraumes
o Finanzierungsmöglichkeiten abseits von Förderung und Banken

Infrastruktur
Was in den 90iger Jahren die Technologieparks waren, sind heute die neuen Formen von Raum und Struktur in den Regionen:
o OTELOS – offene Kreativwerkstätten in den Regionen, die den „Einstieg“ in die moderne Wirtschaft ermöglichen
o Coworking Space – Gemeinschaftsbüro aber auch Raum für Gemeinschaftsprojekte (strukturell + inhaltlich)
Gemeinsamer Vermarktung
o Pop Up Stores – temporäre Verkaufsläden
o Coaching- und Mentoringprogramme
o Auszeichnungen, um auf diesen Wirtschaftsbereich hinzuweisen
Neuen Ideen
• Erstes trilaterales StartUp-Treffen in Österreich am 22. Feber 2015 in Klagenfurt – Kärnten, Friaul, Slowenien


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch
Fotohinweis: Büro LR Benger