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Junge AkademikerInnen braucht das Land

22.01.2015
LHStv. in Schaunig: Initiative „AkademikerInnenjobs in Kärnten“ soll angehende Akademikerinnen und Akademiker motivieren wieder nach Kärnten zu kommen
Junge hochqualifizierte Erwachsene zwischen 25 und 35 Jahren zieht es nach der Ausbildung in die Ferne. Um angehende Akademikerinnen und akademiker zu motivieren wieder nach Kärnten zu kommen, um hier ihre Karriere zu beginnen, wird auch heuer wieder vom Land die Initiative „AkademikerInnenjobs in Kärnten“ fortgesetzt. Das gab Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz bekannt.

„Zielgruppe sind hochqualifizierte Jugendliche, die ihre Masterthesis, Diplomarbeit, oder ihre Dissertation absolvieren bzw. abgeschlossen haben und unmittelbar vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen“, betonte Schaunig bei dem Pressegespräch. Projektziel sei die erste Integration in ein ordentliches Beschäftigungsverhältnis bei einem Unternehmen in Kärnten. Die Initiative soll technologieorientierte Produktionsbetriebe, sowie generell im Bereich Forschung und Entwicklung tätige Unternehmen, ansprechen. Klein- und Mittelbetriebe stehen dabei im Vordergrund.

Projektpartner sind, im Bereich des begleitend angebotenen Coachings, das Business Frauen Center, sowie generell die Betreiber von Studentenheimen (Akademikerhilfe). Das angesprochene Coaching/Mentoring Programm soll eine rasche Integration der Jungakademikerinnen und Jungakademiker in Kärnten fördern. „Nach den nötigen Auslandserfahrungen sollen hochqualifizierte junge Menschen in Kärnten attraktive Karrieremöglichkeiten vorfinden“, betonte Schaunig.

Clemens Lind von Imerys Fused Minerals Villach GmbH und Maria Zobernig von REG-Bioenergie GmbH sind zwei junge Akademiker, die das Angebot dieser Initiative in Anspruch genommen haben. Zobernig: „Ich bin Kärntnerin und weiß, dass ich im ländlichen Raum nie die Chance gehabt hätte, einen Job als Akademikerin zu bekommen. Es freut mich, dass ich mein erworbenes Wissen in meiner Heimat weitergeben kann“. Jungakademiker Lind kommt aus der Steiermark und freut sich in Kärnten arbeiten zu können: „Mein Arbeitgeber freut sich, dass ich neue Kenntnisse in die Firma einbringen kann“. Dass Kärnten neben dem perfekten Arbeitsplatz auch eine besonders hohe Lebensqualität zu bieten hat, davon konnte sich der junge Steirer schon überzeugen.

Die Voraussetzung für eine Förderung sind: Ein unbefristetes bzw. mindestens sechs Monate dauerndes Dienstverhältnis in Vollzeit bzw. mindestens 75 Prozent. Zielpersonen sind Jungakademikerinnen und Jungakademiker bzw. Studierende am Ende des zweiten Studienabschnittes. „Es werden 50 Prozent des Bruttogehaltes für einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten gefördert. Die Förderobergrenze beträgt 18.000 Euro pro Dienstnehmer und Unternehmen pro Jahr“, teilte die Finanzreferentin mit. Doppelförderungen sind ausgeschlossen und werden vorab geprüft.

2014 wurden 13 Förderanträge genehmigt. Die Frauenquote liegt über 50 Prozent. Im heurigen Jahr wurde das Höchstalter von 27 Jahren auf 30 Jahre hinaufgesetzt.

I N F O S: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 6, Völkermarkterring 29, 9021 Klagenfurt, Gerhard Herbst, Tel. 050536 16092.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig