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Vierte industrielle Revolution schafft neue Arbeitsplätze in Kärnten

23.01.2015
LHStv.in Schaunig: Die Bereiche Bildung und Forschung sind die Basis für Industrie 4.0 - Keine budgetäre Kürzung
„Wer es schafft, Betriebe zu neuen Strategien zu ermuntern, aus deren Umsetzung marktfähige Produkte entstehen, wird Erfolg haben. Die Basis ist Förderung von Forschung, Ideen und Entwicklung“, erklärte gestern, Donnerstag, Finanz- und Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig bei der Podiumsdiskussion „Chancen und Voraussetzungen von Industrie 4.0“, bei Infineon in Villach.

Mit einer positiven Bilanz eröffnete Christoph Kulterer, Präsident der Industriellenvereinigung, den Abend: „Kärnten ist mit einer Forschungsquote von 2,8% an 3. Stelle im Bundesländervergleich.“
In informativen Impulsstatements erklärten Wilfried Sihn, GF Fraunhofer Austria Research GmbH und Boris Freiherr von Chlebowski, von Acdenture GmbH „Was ist Industrie 4.0?“.

Die vierte Revolution bezeichnet die Digitalisierung der Produktion, durchgeführt von „smarten“ Maschinen. In diesem Zusammenhang hat sich der Begriff der cyber-physischen Systeme eingebürgert. Gemeint ist, der Verbund von softwaretechnischen Komponenten und mechanischen Teilen, die über eine Dateninfrastruktur, etwa das Internet, kommunizieren.

Die Fertigungsmaschinen sind mit Prozessoren, Sensoren und Funkverbindungen ausgestattet. Sie kommunizieren selbstständig miteinander und mit den Produkten, die sie fertigen, organisieren sich selbst und optimieren ihre Abläufe. Die smarten Maschinen überprüfen selbst die Lager- und Produktionsstände, bestellen nach, rüsten um. Auf Störungen und Ausfälle wird rasch, flexibel und selbsttätig reagiert.

„Der Vorteil: Die Massenproduktion wird individualisiert, Kundenwünsche sind rascher umsetzbar, kleine Chargen oder gar Einzelstücke können kostengünstig produziert werden“, so Schaunig. Sie regte an, dass HTLs und Fachhochschulen viel stärker eingebunden werden sollen, da die junge Generation einen viel besseren Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie hat. „Auch wenn es in den kommenden Jahren ein sehr restriktives Landesbudget geben muss, werden die Bereiche Bildung sowie Forschung und Entwicklung von Kürzungen ausgenommen“, versprach die Finanzreferentin.

Am Podium diskutierten mit LHStv.in Schaunig: Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon, Georg Niedersüß, J.M. Offner Fertighaus GmbH, Wilfried Sihn, GF Frauenhofer Austria Research GmbH, Armin Wiersma, Vorstandsmitglied Kelag und Michael Wiesmüller, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/ KB