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Regierungssitzung 7 – Entschädigungszahlungen der Opferhilfe können noch bis Ende Juni 2015 beantragt werden

27.01.2015
LHStv.in Prettner: Land Kärnten leistet Entschädigung für Missbrauchsopfer der Vergangenheit
Mit der Einrichtung der unabhängigen Opferschutzkommission und dem damit einhergehenden Opferschutzfonds hat das Land Kärnten seine historische Verantwortung für die Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit wahrgenommen. Konkret geht es dabei um die Entschädigungsleistungen, die das Land Kärnten jenen Gewalt- und Missbrauchsopfern zu teil werden lässt, die in den 60er- und 80er-Jahren in Einrichtungen des Landes und der KABEG im Rahmen einer Jugendwohlfahrtsmaßnahme untergebracht waren und schreckliches Unrecht an Körper und Psyche erfahren mussten.

Seit Dezember 2013 beschäftigt sich die Kommission eingehend mit jedem einzelnen Missbrauchsfall der Vergangenheit in Einrichtungen des Landes und gibt Empfehlungen für die jeweils zu leistende finanzielle Entschädigung und weiterführende Maßnahmen, wie psychologische Betreuung ab. Bisher haben sich rund 100 Personen bei der Opferschutzstelle gemeldet und es konnten Leistungen in Höhe von rund 650.000 Euro zur Auszahlung gebracht werden. „Auch wenn durch die finanziellen Entschädigungen die Vergangenheit nicht ungeschehen gemacht werden kann, so soll dies doch als Teil eines ehrlichen Bedauerns für die Betroffenen verstanden werden. Zudem gibt es auch die Möglichkeit für die Betroffenen, entsprechende Therapieleistungen in Anspruch zu nehmen, um Erlebtes zu verarbeiten“, so Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner, die in diesem Zusammenhang darauf hinweist, dass entsprechende Anträge auf Entschädigungsleistungen noch bis 30. Juni 2015 bei der Opferschutzstelle des Landes Kärnten eingebracht werden können (Kontakt-Nummer 050 536 – 14806).

„Seitens des Landes Kärnten ist es mir ein Bedürfnis, diesen Betroffenen nochmals unser tiefstes Mitgefühl für die erlebten Grausamkeiten auszudrücken“, betont Prettner. „Wir werden uns seitens des Landes Kärnten mit aller Vehemenz dafür einsetzen, dass derartige Grausamkeiten nie wieder geschehen können“, bekräftigt die Sozialreferentin.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm