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POLITIK

UN-Expertin für Menschenrechte Älterer auf Kärnten-Besuch

28.01.2015
LHStv.in Prettner bei Arbeitstreffen mit Rosa Kornfeld-Matte: Aktives Altern schließt alle gesellschaftlichen Lebenswelten ein
Gestern, Dienstag, stattete die unabhängige UN-Expertin für die Menschrechte Älterer, Rosa Kornfeld-Matte, Kärnten einen Besuch ab, um sich vor Ort ein Bild von laufenden Maßnahmen zur Stärkung der Autonomie im Alter zu machen. Herzlich willkommen geheißen wurde die UN-Expertin von Sozial- und Seniorenreferentin LHStv.in Beate Prettner, die ihr im Zuge eines Arbeitstreffens gemeinsam mit der Fachabteilung des Landes Einblick in aktuelle und zukünftige Projekte lieferte.

„Die Menschenrechte älterer Menschen sind vor allem dann gefährdet, wenn sie die Autonomie über die eigenen Entscheidungen verlieren – hier gilt es, verstärkt Maßnahmen zu setzen“, erläuterte Kornfeld-Matte die Hauptproblematik und zeigte sich beeindruckt vom breit gefächerten Leistungsangebot für die ältere Zielgruppe in Kärnten. So werden bereits seit Jahren erfolgreich Maßnahmen zur Stärkung älterer Menschen am Arbeitsmarkt und zum verbesserten Miteinander der Generationen am Arbeitsplatz gesetzt. „Unter dem Aspekt, das Altern aktiv zu gestalten, setzen wir in Kärnten in allen Lebenslagen auf das positive Miteinander der Generationen. Für den Arbeitsmarkt ist das Projekt GENIAL besonders hervorzuheben, das Kärntner Betriebe bei der Erhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt und auf einen transparenten Know-how Transfer setzt“, stellte Prettner der UN-Expertin eines der vielen Kärntner Projekte vor.

Besprochen wurde auch die Maßnahme „Genial die Lehre meistern“, die als niederschwelliges Angebot die Startvoraussetzungen sozial benachteiligter Jugendlicher verbessern will, indem ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Art Mentorinnen/Mentoren-Rolle übernehmen. Großen Anklang fand auch der Schwerpunkt der Generationenpolitik in Kärnten, mit dem Personen ab 55 die Möglichkeit geboten wird, in gemeinnützigen Organisationen Beschäftigung zu finden, um fehlende Pensionszeiten zu erwerben und eine finanzielle Besserstellung zu erreichen. „Die Vielschichtigkeit unseres Netzwerkes der Generationenpolitik beeindruckte nicht nur die UN-Expertin, sondern ist auch dem Trend der Zeit entsprechend, wenn man den demographischen Wandel bedenkt“, so Prettner.

Für die UN-Expertin standen gestern zudem hochkarätige Fachvorträge von Experten der Arbeiterkammer über das österreichische Pensionssystem und der Universität Klagenfurt zum Projekt „Gut versorgt im Pflegeheim“ auf dem Programm. Speziell durch letzteres Projekt, das von LHStv.in Prettner über das Gesundheitsreferat des Landes Kärnten gefördert wird, konnten bereits durch den verstärkten Einsatz von Fachärzten, die intensivierte Kommunikation zwischen Hausärzten und Pflegeheimmitarbeitern vermeidbare Transporte von Pflegeheimbewohnern ins Krankenhaus nachhaltig verringert werden. Auch der Servicestelle des Volksgruppenbüros wurde ein Besuch abgestattet, wo über den Menschrechtsbeirat und die Verleihung des Kärntner Menschenrechtspreises informiert wurde.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm