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Stadttheater Klagenfurt auf Sparkurs

29.01.2015
LR Benger: Einsparungen von 1,3 Mio. Euro beim Stadttheater – Investitionen dank steigender Auslastung möglich
In allen wesentlichen Punkten konnte bei der Theaterausschusssitzung Einstimmigkeit erzielt werden, wie beispielsweise beim Rechnungsabschluss der Spielsaison 2013/14 und beim Voranschlag 2015/16. „Durch Einsparungen wurde das geplante Fördervolumen von 16,6 Mio. Euro nicht ausgeschöpft. Von den eingesparten 1,3 Mio. Euro werden rund die Hälfte an die Theatererhalter (Land und Stadt) rückgezahlt und der Rest den Rücklagen zugeführt“, berichtete Kulturlandesrat Christian Benger. Gespart wurde bei Materialaufwand, Energiekosten, Drucksorten, Beratungskosten und Gästehonoraren sowie Nächtigungskosten. Außerdem wurde eine Nulllohnrunde eingehalten und wurden Versicherungen neu verhandelt.

Das Theater werde laut der neuen geschäftsführenden Direktorin Iris Dönicke diese Beträge für dringend notwendige Investitionen nützen. Neben der vordringlichen Sanierung des Parkettbodens im Zuschauerraum müsse auch die Bestuhlung im Saal und im Orchester saniert oder erneuert werden. Weiters stehen Erneuerungen sowohl bei der Licht- als auch bei der Tontechnik an. Durch die Einsparungen und Auflösung eines Teiles der Rücklagen bedarf es keiner außerordentlichen Finanzierung für die Investitionen. Auch für die Spielzeit 2015/16 werden die Vorgaben eingehalten.

„Ich werte diese einstimmigen Beschlüsse als klares Bekenntnis von Stadt und Land für das Klagenfurter Stadttheater als Drei-Sparten-Theater. Es wurde gut gearbeitet und gut gewirtschaftet“, so Benger. Angenommen wurde auch der Spielplan 2015/2016. Zwölf Produktionen wurden in der Spielsaison 2013/14 gespielt, eine mehr als im Vorjahr. Mit den Veranstaltungen an anderen Spielstätten zählte man rund 102.000 Besucher bei insgesamt 206 Vorstellungen.

In einem Bericht über die laufende Spielzeit freute sich Intendant Florian Scholz, dass „die Kurve noch oben“ zeige und das Publikum wieder stärker zum Stadttheater tendiere. Mit einer Auslastung von derzeit 83 % in der laufenden Saison (Vorsaison: 74%) sei man zufrieden. Das Märchen komme sehr gut an, das „Weiße Rössl“ sei gut angelaufen und die „Zauberflöte“ sei ein „überwältigender Erfolg“ und ausverkauft.

Auf einem guten Weg der weiteren Qualitätsverbesserung befinde sich das KSO-Kärntner Sinfonieorchester. Dies zeige sich an den Konzerten und an den Musikproduktionen der aktuellen Spielzeit, führte KSO-Chefdirigenten Alexander Soddy aus.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Günther M. Trauhsnig