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WIRTSCHAFT

Wirtschaftsschwerpunkt 2015: Kreativwirtschaft und Startups

02.02.2015
LR Benger: Antwort auf den Wandel in der Wirtschaftswelt - Unterstützung aus dem Wirtschaftsreferat für die Zusammenarbeit und Vernetzung von Coworking Spaces
Was in den 80iger und 90iger Jahren die Technologieparks waren, sind heute in der modernen Wirtschaft, in der Kreativwirtschaft und für die Startups die sogenannten Coworking Spaces. Ein Coworking Space ist das moderne Gemeinschaftsbüro. In offen gehaltenen Räumlichkeiten teilen sich Startups, Einzel- sowie Kleinstunternehmer aus unterschiedlichsten Branchen gemeinsame Büro-Infrastruktur. Durch Coworking entstehen Communities, sprich Gemeinschaften mit gleichen Interessen.
„Ein Trend, eine neue Art der Zusammenarbeit und trotzdem des eigenständigen Unternehmertums, dem wir in Kärnten endlich Rechnung tragen müssen. Rahmenbedingungen für die moderne Wirtschaft wurden bisher von der Wirtschaftspolitik ausgeklammert“, sagt Wirtschaftslandesrat Christian Benger.

Daher auch sein Wirtschaftsschwerpunkt 2015: Kreativwirtschaft und Startups. „Alle Maßnahmen, Initiativen, Organisationsformen und Plattformen, die damit zusammenhängen und die das Bewusstsein für die moderne Wirtschaft in Kärnten steigern, unterstützen wir aus dem Wirtschaftsreferat“, so Benger weiter. Immerhin hat die Kreativwirtschaft große Bedeutung für die Stadt- und Regionalentwicklung und vermag Randregionen, Leerstände oder Altbestände neu zu adaptieren und wirtschaftlich zu stärken. Und: Die Kreativwirtschaft zählt zum dynamischst wachsenden Bereich weltweit und hat sich als krisenstabil erwiesen. „Die Zahlen sprechen Bände. Großes Vorbild ist Vorarlberg – dort schaffte man eine Umkehr des Brain Drain“, so Benger.

Ein wichtiger Teil, damit sich Kreativwirtschaft und Startups entwickeln können, sind die Coworking Spaces. Sie bieten, wie früher die Technologieparks, einen Raum für Einzelfirmen, der Gemeinschaft zulässt, den Austausch unter den Einzelfirmen ermöglicht und damit Synergien schafft. „Die moderne Infrastruktur, Netzwerk, Drucker, Scanner, Telefon, Beamer, Besprechungsräume usw., Kreativen und Startups über einen bestimmten Zeitraum hinweg zur Verfügung zu stellen, ist die Basis, damit sich dieser Bereich entwickeln kann“, erläutert Benger. Die Nutzung bleibt immer unverbindlich und zeitlich flexibel – wie es die heutige Wirtschaft und Arbeitswelt auch ist. „Wir müssen die engere Zusammenarbeit der bestehenden Coworking Spaces in Kärnten forcieren, um die moderne Wirtschaft bewusster zu machen, um sie bekannter zu machen, um Kärnten als modernen Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen“, sagt Benger.

In Kärnten gibt es derzeit Coworking im Hafen 11 in Klagenfurt, in der Bizfarm in Villach, im Co-Quartier in Villach, im Schallar2 in Moosburg, im Rettungsboot in Klagenfurt. Im Entstehen befindet sich das Domcenter in Klagenfurt. Andrea Kall, Sprecherin der Coworking Szene in Kärnten bestätigt: „Coworking bringt Menschen zusammen und lässt eine enorme Kraft entstehen, die ein Nährboden für kreative Ideen sowie Umsetzungen ist.”

„Coworker kennen auch keine Grenzen. Es gibt bereits Initiativen, die den Alpen Adria Raum nutzen“, weist Benger hin. Sabrina Schifrer vom Alpen Adria Coworking: „Coworking in der Alpen Adria Region ist eine Chance für junge Menschen, sich in Kärnten beruflich zu verwirklichen. Durch Kooperationen ergeben sich Synergieeffekte, welche die Region stärken."
Daher findet am 4. Feber auch der „Get to know your Coworker – Trip to Slovenia“ statt. Kärntner Coworker haben die Möglichkeit in Form eines Tagesworkshops, Coworking Spaces in Slowenien anzusehen. s.schifrer@gainandsustain.eu.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch