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KULTUR

Neue Förderrichtlinien in der Volkskultur

04.02.2015
LR Benger: Drei-Stufen-Fördermodell für Kärntens Kulturvereine online -. Einfaches, transparentes Fördersystem macht rasche Abwicklung möglich - 1,6 Mio. Budget.
Das Jahr 2015 hat Kulturlandesrat Christian Benger unter das Motto „Brauchtum-Heimat-Tradition“ gestellt. „Wir müssen mit weniger Budget mehr machen. Das bedeutet in allen Bereichen Schwerpunkte setzen und die Vernetzung vorantreiben. Brauchtum, Kulinarik und Tourismus profitieren eindeutig voneinander“, erklärt Benger. Dafür gebe es auch ein neues, transparentes und vereinfachtes Fördersystem. Insgesamt stehen 1,6 Mio. Euro zur Verfügung.

In drei Stufen sind die jeweiligen Förderungen von den Vereinen abzurufen, sei die Hemmschwelle laut Benger reduziert worden und könne eine rasche Abarbeitung garantiert werden. „Wo wir nur können, reduzieren wir die Bürokratie und machen es einfach, praktisch und vor allem transparent“, hält Benger fest. Das 3-stufige-Fördermodell ist auf www.volkskultur-kaernten.at/foerderungen abrufbar.

Vorrangig gefördert werden Projekte und Aktivitäten aus dem Bereich Volkskultur und Heimatpflege, die im Bundesland Kärnten umgesetzt werden oder einen starken Kärnten-Bezug haben. Förderziele sind die Pflege und Stärkung der authentischen Kärntner Volkskultur – insbesondere ihrer Nachwuchsförderung. Maximales Fördervolumen bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten. Gefördert werden volkskulturelle Vereine und Einzelpersonen, die volkskulturelle Ziele verfolgen, im Wesentlichen also Chöre, Musikkapellen, Brauchtumsgruppen und dergleichen. Anschaffungen wie Instrumente, Trachten, Notenmaterial, einschlägige Literatur, Festschriften oder Lehrmittel werden ebenso unterstützt wie Weiterbildung, vor allem jene der Jugend, Festveranstaltungen oder die Teilnahme an Wettbewerben.

„Es ist höchst an der Zeit, die ursprüngliche Bedeutung des Brauchtums in Kärnten wieder hervorzuheben. Über 100.000 Kärntnerinnen und Kärntner pflegen freiwillig und ehrenamtlich Brauchtum und Tradition und geben damit unserem Land eine Seele und schaffen Identität“, sagt Benger. Das Ehrenamt sollte mit diesem Jahres-Schwerpunkt genauso gewürdigt werden, wie das Bewusstsein um die Bedeutung von Brauchtum und Tradition für die Identität des Landes geschaffen werden soll.

„Wir setzen im Rahmen des Brauchtumsschwerpunktes zum einen auf die Jugendarbeit und zum anderen auf die Aus- und Weiterbildung in den Vereinen und für die Vereinsmitglieder und Funktionäre“, weist Benger hin. Mit dem Schwerpunkt Jugend wolle man junge Menschen für die Heimat, für die Traditionen begeistern, denn wer Heimat lebt, schaffe laut Benger auch Verbundenheit. Mit dem Schwerpunkt Aus- und Weiterbildung setze man auf Qualität in den Vereinen.


Die Maßnahmen für die Jugend im Einzelnen:
• NEU: Volkskultur-Stipendium für Forschungsarbeiten – 5 x 1.000 Euro
• NEU: Initiative „Schule im FLM Maria Saal“ – Schulerlebnistage, Unterstützung der Bus-Kosten für 60 Schulklasse
• Brauchtums- & Handwerks-Workshops im FLM Maria Saal -10 Workshop für Kinder, Jugendliche & Erwachsene (Seifenziehen, Zaunringbraten, ...)
• NEU: Jugendchorfestival 2015 - Schwerpunkt Volkslied - z.B. Crossover: Kärntnerlied rappen
• NEU: Subvention für aktive Nachwuchspflege der Vereine - Unterstützung für die Talentesuche
• NEU: Meistergütesiegel für Singen in Schulen = Nachwuchspflege für Sänger

Maßnahmen für die Aus- und Weiterbildung im Einzelnen:
• Chorakademie NEU ab Herbst 2015 - Alle Initiativen gebündelt für Aus- & Weiterbildung für Sänger & Chorleiter
• NEU: halbjährlicher Bildungstag mit Funktionärsschulungen für Schriftführer, Kassiere, etc.
• NEU: Gebündeltes Info-Angebot zur Aus- & Weiterbildung für Vereine von Bildungswerk, Volksmusikakademie, Chorakademie, Sängerbund
• NEU: Aus- & Weiterbildung für Vereinsmitglieder, Kursbesuche
• NEU: Mentoren-Modell = Best-Practice-Vereine stellen Wissen bereit z.B. zu erfolgreicher Nachwuchsförderung mobil oder in Schulungstagen


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch